GDV-Naturgefahrenbilanz 2025: Deutlich weniger Schäden durch Wetterextreme

07.01.2026

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Starkregen, Überschwemmungen, Sturm und Hagel haben 2025 zwar unterdurchschnittlich viele Schäden verursacht. Der langfristige Trend zeigt jedoch eine deutliche Zunahme. „Wir rechnen aktuell mit Schäden in Höhe von 2,6 Milliarden Euro durch Naturgefahren. Das sind rund 3 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2024. Dass es in diesem Jahr weniger Schäden gab, ist Glückssache. Insgesamt nehmen die klimawandelbedingten Extremwetterereignisse jedoch zu“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auf die Sachversicherung entfallen 2025 rund 1,4 Milliarden Euro Schäden durch Sturm, Hagel und Blitz. Hinzu kommen 500 Millionen Euro Schäden durch weitere Naturgefahren wie Überschwemmung und Starkregen. In der Kraftfahrtversicherung belaufen sich die Schäden durch Stürme und Überschwemmungen auf 700 Millionen Euro. Erfasst wurden in der Statistik Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben sowie Kraftfahrzeugen.

Die langfristige Bedrohung durch Extremwetterereignisse aufgrund des Klimawandels wird weiter zunehmen. „Angesichts der zunehmenden Risiken ist es dringend notwendig, eine ganzheitliche Gefahrenabwehr auszubauen“, betont Asmussen. Dazu hat der GDV vor kurzem Elementar Re vorgestellt, ein Modell, wie Elementarschutz überall verfügbar, versicherbar und für alle bezahlbar bleiben kann. Ein dauerhafter Schutz für Menschen, Gebäude und Infrastruktur kann nur mit breitem Versicherungsschutz gegen Naturgefahren sowie konsequenter Prävention und Klimafolgenanpassung erreicht werden. „Dazu müssen die Bereiche Versicherung, Vorsorge und Klimaanpassung eng miteinander in einem Gesamtkonzept verknüpft werden“, so Asmussen. (mho)

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