ING Investment Management: Wohin geht die Reise in den USA?

07.02.2013

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Die ING Investment Management („ING IM“) weist darauf hin, dass die Furcht vor einer erneuten Rezession in den USA („Double Dip“) eindeutig zunimmt. Dies geht aus einer aktuellen Markteinschätzung hervor.

(fw/ah) Die Schwäche am Arbeitsmarkt und am Markt für Wohnimmobilien sowie die gedrückte Stimmung der privaten Haushalte und der kleinen Unternehmen sprechen dafür, dass der Wachstumsausblick für die USA gedämpfter ausfallen sollte. Nach Auffassung von ING IM ist es ohne eine merkliche Aufhellung der Stimmung in den kommenden Wochen äußerst unwahrscheinlich, dass sich das Wachstum der Nachfrage aus dem privaten Sektor beschleunigt, zumal die Impulse der US-Regierung in den Bereichen politische Maßnahmen und Lagerhaltung abklingen. Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Fixed Income Strategy and Economics bei ING IM, sagt dazu: "Angesichts der günstigeren Daten aus dem Rest der Welt ist die bekannte Debatte über eine Abkoppelung wieder aufgeflammt. Ihr Ergebnis wird von entscheidender Bedeutung für die Finanzmärkte sein. Es geht im Grunde darum, ob die Weltwirtschaft an den Rand einer neuen Rezession gerät, oder ob sich ‚nur’ das Wachstum verlangsamt, wobei die regionale Schwäche in den USA stärker ausgeprägt ist. Je nachdem, welches Szenario eintritt, werden die Auswirkungen auf die Risikobereitschaft internationaler Anleger ganz anders ausfallen." "Bei einer erneuten weltweiten Rezession wird es nahezu sicher zu beträchtlichen Preisrückgängen bei allen riskanten Vermögenswerten kommen; eine Konjunkturabschwächung in den USA und moderateres Wachstum im Rest der Welt wird dagegen voraussichtlich zu anhaltend positiven Renditen von "Carry-Assets" führen, bei denen zumindest ein Teil der Gesamtrendite durch die Vereinnahmung von Erträgen und nicht durch Kapitalzuwachs erzielt wird. Zu diesen Vermögenswerten gehören Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und Aktien mit hohen Dividendenausschüttungen. Vermögenswerte, die nur in begrenztem Umfang oder gar nicht von solchen regelmäßigen Auszahlungen profitieren, wie z.B. Rohstoffe oder weite Teile des Aktienuniversums, dürften in einem solchen Szenario in Mitleidenschaft gezogen werden."