Kein Bock auf Rente mit 67?

07.02.2013

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Die Rente mit 67 ist beschlossen. Je jünger die Mitarbeiter in deutschen Unternehmen sind, desto weniger von ihnen wollen aber auch so lange arbeiten. Dies zeigt ein Ergebnis der repräsentativen bundesweiten Online-Umfrage unter 1.470 Mitarbeiter/Innen von Peakom und "Die Welt".

(fw/mo) Wenn das der Rentenexperte Prof. Bernd Raffelhüschen hört! Die jungen Deutschen wollen nicht bis 67 arbeiten! Bei den Jüngeren bis 40 Jahren möchten sogar nur zehn Prozent über das 65. Lebensjahr arbeiten. Anders die ältere Generation. Zwei Drittel der Generation 60+ würde bestimmt oder wahrscheinlich länger als 65 arbeiten, damit ihr Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Deutlich wird dabei, dass gerade die älteren befragten Mitarbeiter größere Loyalität gegenüber ihrem Unternehmen mitbringen. "Die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter wird für Unternehmen im Wettbewerb immer wichtiger", verdeutlicht der Peakom-Geschäftsführer Michael Gross. "Bei immer weniger Menschen auf dem Arbeitsmarkt wird die Bindung der Mitarbeiter zum kritischen Erfolgsfaktor." Um ihrem Unternehmen "treu" zu bleiben, steht für die Befragten die betriebliche Weiterbildung an erster Stelle. Dahinter rangieren gleichauf die Karriere- und Aufstiegsperspektiven, familienfreundliche Arbeitsbedingungen und zusätzliche Sozialleistungen, wie Betriebsrenten.

Interessant aber auch, dass auch die Größe des Unternehmens Einfluss auf die Bereitschaft hat, länger zu arbeiten. Nur gut zehn Prozent der Mitarbeiter in Konzernen sind sich sicher bis zum festgelegten Rentenbeginn zu arbeiten - ein Viertel wäre wahrscheinlich dazu bereit. Im Mittelstand mit bis zu 50 Mitarbeitern zeigt sich genau das andere Bild: die Anzahl der Mitarbeiter, die ganz bestimmt länger als mit Alter 65 im Unternehmen arbeiten wollen, ist mit 22 Prozent doppelt so hoch.

Download der Ergebnisse unter www.peakom.com