Mehr Sicherheit für EM-Fans

07.02.2013

Die Europameisterschaft läuft. Bis zum 1. Juli kämpfen die Fußballer um den begehrten Titel des Europameisters. Seitdem der legendäre WM-Orakel-Krake Paul tot ist, lässt sich deutlich schwerer sagen, welches Team am Ende den Pokal in den Händen halten wird. Doch für reisende Fans ist eines sicher: Gesetzlich Versicherte sollten nicht ohne eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung in die Austragungsorte reisen.

(fw/db) Die gesetzliche Krankenversicherung leistet in vielen Ländern nicht. Dann trägt der Betroffene alle Behandlungskosten selbst. Das gilt auch für die Ukraine, denn zwischen der Ukraine und Deutschland besteht kein Sozialversicherungsabkommen. Besser gesichert sind die Fans in Polen, dort gilt die europäische Krankenversichertenkarte. Obwohl hier ein Sozialversicherungsabkommen besteht ist die Behandlung mit Auslandsreise-Krankenschein (beziehungsweise -Karte) zumeist sehr umständlich, weil nur bestimmte Ärzte diese Karte akzeptieren. Die gesetzliche Krankenkasse darf nur die Kosten erstatten, die auch bei einer Behandlung in Deutschland bezahlt worden wären. Wenn also ein Arzt im Ausland mehr Geld verlangt, steigt der Eigenanteil der Versicherten.

In einem Urteil des Bundessozialgerichts aus dem Jahr 2007 (AZ: B1 KR 18/06R) entschied die Kammer, dass der Abschluss einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung auch dann zu empfehlen sei, wenn man ein Land bereise, mit dem ein Abkommen besteht.

Einen medizinisch notwendigen Rücktransport aus dem Ausland zahlen gesetzliche Krankenkassen nicht. Die Concordia Versicherungen weisen in einer aktuellen Meldung darauf hin, dass für nur 8 Euro im Jahr die private Auslandsreise-Krankenversicherung weltweit für alle Urlaubsreisen leistet, die nicht länger als sechs Wochen dauern. Familien können für einen Jahresbeitrag von nur 20 Euro entspannt die schönste Zeit des Jahres genießen.

Ein mehr als sinnvoller Schutz, denn nach Erhebungen der Concordia aus Hannover sind die Kosten für Erkrankungen und Unfälle im Ausland allein in den Jahren von 2006 bis 2009 um fast 50 Prozent gestiegen.

"Der Fall einer in den USA schwer herzerkrankten Kundin, bei der sich die Kosten für Operation, stationäre Behandlung und Rücktransport nach Deutschland auf 430.800 Euro beliefen, ist sicher ein bemerkenswerter Einzelfall", erklärt Michael Vieregge von den Concordia Versicherungen. "Es zeigt aber, was passieren kann und welche Leistungen im Fall der Fälle möglich sind."

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