oekom research: Handlungsbedarf bei Emissionshandel

07.02.2013

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Seit 2005 wird in Europa das Treibhausgas CO2 gehandelt. Ein aktuelles Positionspapier der oekom research AG nimmt Stellung und sieht (dringenden) Handlungsbedarf.

(fw/ah) Industrieanlagen aus zahlreichen Branchen müssen seit nunmehr fünf Jahren für jede ausgestoßene Tonne CO2 Emissionsrechte vorweisen. Die Erwartungen an den Emissionshandel, einen maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten, waren und sind hoch. Die Analysten der oekom research sehen hier die EU in der Pflicht, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Emissionen von Treibhausgasen, insbesondere von CO2, dort zu reduzieren, wo es die geringsten Kosten verursacht - das ermöglicht der Emissionshandel als zentrales Instrument des internationalen Klimaschutzes. Die Europäische Union testet ein solches System seit 2005: das EU Emissions Trading Scheme (EU ETS). Grundsätzlich bewertet oekom research das System positiv. Die bisherigen Erfahrungen zeigen allerdings, dass der europäische Emissionshandel noch weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. "Das große Volumen der ausgegebenen Emissionsrechte hat zu sehr niedrigen CO2-Preisen und damit falschen Marktsignalen geführt. Außerdem sind zahlreiche Branchen und Treibhausgase nicht in das EU ETS eingebunden", erklärt Kristina Rüter, Research Director bei oekom research, die Kritikpunkte.

Angesichts des rapide fortschreitenden Klimawandels besteht dringender Handlungsbedarf. "Spätestens 2013 muss im Emissionshandel Ernst gemacht werden", fügt Rüter an.

Ausführliche Informationen unter:

www.oekom-research.com