Postbank Wohnatlas 2026
20.07.2026

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In ländlichen Regionen Ostdeutschlands ist Kaufen oft günstiger als Mieten
Etwas mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte lebt dagegen in einer von 242 Regionen, in der die durchschnittliche Einkommensbelastung beim Kauf weniger als vier Prozentpunkte über der von Mietenden liegt. Dabei beträgt in 76 Regionen die zusätzliche Belastung weniger als zwei Prozent des dort verfügbaren durchschnittlichen Haushaltseinkommens. In 59 Regionen wird für die Finanzierung sogar ein geringerer Anteil des Einkommens benötigt als für die Nettokaltmiete.
„Der Markt für Wohnimmobilien zeigt ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. Wer in Großstädten und ihrem Umland eine Eigentumswohnung kauft, benötigt einen großen Anteil des Einkommens für die laufende Finanzierung. In ländlich geprägten Regionen finden Kaufinteressierte hingegen oftmals Wohnungen, deren Finanzierung gleich viel oder sogar weniger ihres Einkommens bindet als die Miete“, sagt Beermann.
Das Pendel schlägt vor allem in Ostdeutschland häufig zugunsten des Kaufes aus, denn hier belastet die Kreditfinanzierung das Einkommen regional teilweise weniger als die Miete. Den größten Vorteil haben Käuferinnen und Käufer im Saale-Orla-Kreis (Thüringen): Hier zahlen sie 7,2 Prozent des durchschnittlichen regional verfügbaren Haushaltseinkommens für die Finanzierung einer Eigentumswohnung – das sind 3,3 Prozentpunkte weniger als bei einer vergleichbaren Mietwohnung. Im Vogtlandkreis (Sachsen), dem Landkreis Greiz (Thüringen), dem Unstrut-Hainich-Kreis (Thüringen), dem Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt) und dem Erzgebirgskreis (Sachsen) sparen Käuferinnen und Käufer ebenfalls mindestens 2,5 Prozent des Haushaltseinkommens.


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