Postbank Wohnatlas 2026
20.07.2026

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Wohneigentum ermöglicht Vermögensaufbau
Der Postbank Wohnatlas zeigt, wo die Entscheidung für Wohneigentum statt Miete leicht fällt. Doch selbst wenn die Kosten für Kredite mehr Einkommen binden als die Mietzahlungen, ist dies kein Ausschlusskriterium. „Die laufenden Mehrausgaben für die Eigentumswohnung sind oft gerechtfertigt. Statt nur Miete zu zahlen, bauen Eigentümerinnen und Eigentümer mit der Immobilie ein Vermögen auf. Sie werden unabhängig von künftigen Mietsteigerungen und können sich für die Rentenzeit absichern“, sagt Postbank-Experte Beermann.
Gute Bedingungen beim Kauf gegenüber der Miete bieten auch einige Großstädte: Einen Aufschlag von weniger als einem Prozentpunkt des durchschnittlichen regional verfügbaren Haushaltseinkommens auf die Mietbelastung zahlen Kaufende in Duisburg und Kaiserslautern (beide 0,9 Prozentpunkte) und Mönchengladbach (0,6). In Bremerhaven und Herne halten sich Kauf- und Mietbelastung in etwa die Waage (-0,1). Leichte Vorteile für Käuferinnen und Käufer bieten sich hingegen in Gelsenkirchen (-0,2 Prozentpunkte), Salzgitter (-0,4) und Chemnitz (-0,6).
„Der Postbank Wohnatlas liefert wertvolle Hinweise für die Entscheidung. Wer sich für einen Kauf interessiert, sollte aber auch weitere individuelle Faktoren wie Lebensplanung und finanzielle Situation berücksichtigen“, sagt Beermann. „Zudem unterscheiden sich die Immobilien in den bevorzugten Regionen häufig deutlich hinsichtlich des energetischen Standards, des Sanierungsbedarfs oder der Instandhaltung. Die individuellen Kosten, Einkommen und Finanzierungskonditionen können daher von den Durchschnittswerten abweichen.“
Über die Berechnungsmethode
Grundlage der Berechnung sind die regionalen Miet- und Kaufpreise im Jahre 2025 für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Bestand sowie das durchschnittliche regional verfügbare Haushaltsnettoeinkommen im selben Jahr. Für den Immobilienerwerb hat das HWWI ein Darlehen in Höhe von 80 Prozent des Kaufpreises inklusive Grunderwerbsteuer und zwei Prozent Notargebühren zu einem Zinssatz von 3,75 Prozent und einer anfänglichen Tilgung von 2,42 Prozent angenommen. Nebenkosten für Makler oder Sanierung sind nicht berücksichtigt
Hintergrundinformationen zum Postbank Wohnatlas 2026
Der Postbank Wohnatlas ist eine jährlich erscheinende, mehrteilige Studienreihe, die den deutschen Immobilienmarkt unter verschiedenen Aspekten regional bis auf Kreisebene beleuchtet. Für die vorliegende Analyse, die den vierten Studienteil des diesjährigen Wohnatlas darstellt, wurde unter der Leitung von Dr. Dirck Süß, Geschäftsführer des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die Immobilienpreisentwicklung in den 400 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten untersucht. (mho)

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