Studie: bAV – Wünsche sind individuell

07.02.2013

Die Towers-Watson-Studie „Altersversorgung und bAV aus der Arbeitnehmerperspektive“ deckt auf, dass nur eine kleine Minderheit der Arbeitnehmer - gerade mal 10 % - glaubt, dass die gesetzliche Rente allein eine angemessene Versorgung im Alter sichert.

(fw/ck) Im Rahmen der Studie hatte die Unternehmensberatung mehr als 2.000 Arbeitnehmer aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern befragt. Knapp 80 % der Befragten verfügen über eine Betriebsrentenzusage. Viele der Befragten gaben an, dass sie für ihre bAV auch eigenes Geld in die Hand nehmen würden. "Es wäre plausibel, dass Mitarbeiter ihr Geld nur für eine Altersversorgungsmöglichkeit einsetzen, die sie nachvollziehen können. Unternehmen sollten daher ihre Mitarbeiter regelmäßig und anschaulich über die vorhandenen Pensionspläne informieren" empfiehlt Dr. Thomas Jasper, Leiter der bAV -Beratung bei Towers Watson. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass sich über die Hälfte der Mitarbeiter (64 %) individuelle Einzelberatungen zu ihrer bAV wünschen. Insgesamt wird die betriebliche Altersversorgung als zweitwichtigste Einkommensquelle im Ruhestand (direkt nach der gesetzlichen Rente, aber vor Ersparnissen und Wohneigentum) eingestuft. Ihre Wertschätzung ist hoch - rund die Hälfte der Arbeitnehmer ist mit ihrer bAV zufrieden oder sehr zufrieden. Die Studie zeigt weiterhin, dass Arbeitnehmer Wahloptionen schätzen - - etwa mit Blick auf die Anlage der Pensionsvermögen (56 %), unterschiedliche Auszahlungsmöglichkeiten wie lebenslange Renten, Einmalzahlungen zu Ruhestandsbeginn oder die Ausschüttung des angesparten Kapitals in mehreren Raten (44 %). Auch die Chance, die Betriebsrente schon vor dem 60. Lebensjahr abrufen zu können oder eine Hinterbliebenen- oder Invalidenleistung mitzuversichern, treffen auf große Zustimmung (41 bzw. 31 %). bAV-Experte Jasper resümiert: "Für Unternehmen lassen sich aus den Ergebnissen dieser Studie drei wesentliche Erkenntnisse ableiten: Erstens: Damit ein Pensionsplan die Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllt, sollte er den Wunsch nach sicherheitsorientierten Elementen berücksichtigen sowie Wahloptionen anbieten und auch die Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung der Arbeitnehmer einschließen. Zweitens: Kommunikations- und Informationsangebote sind für Pensionspläne unverzichtbar, denn Mitarbeiter können nur das wertschätzen, was sie kennen und verstehen. Drittens: Ein gut gestalteter und kommunizierter Pensionsplan wird von den Mitarbeitern mit Treue zum Arbeitgeber honoriert."

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