Studie: Neidpropaganda gegen die PKV widerlegt

07.02.2013

© Debeka

Wer bis zu 50.000 Euro im Jahr verdient, unterliegt aktuell in Deutschland einem „sozialen Schutz“ und ist in der gesetzlichen Krankenkasse Pflichtmitglied. Wer einen Euro im Jahr mehr verdient, gilt als „besser verdienend oder gar reicher Mensch“. Die Studie belegt die PKV sei keine Versicherung nur für „besser verdienende oder gar reiche Menschen“.

(fw/db) Eine Einheitskasse für alle Bürger als Zwangslösung ist eine politische Forderung unter dem Schlagwort "Bürgerversicherung". Ziel der Unterstützer, allesamt Gegner des bewährten dualen System in der deutschen Krankenversicherung, ist es, dass zukünftig alle Beihilfeberechtigte, Beamte, Freiberufler, Selbständige und Arbeitnehmer, ohne Wettbewerb und Wahlmöglichkeiten, zur Zwangsversicherung unter dem Dach einer nach dem Umlageprinzip und ohne Kapitalrückdeckung organisierten gesetzlichen Einheits-Krankenkasse gezwungen werden.

Eine Lösung, die nach Meinung von Experten, in einer Zeit des demographischen Wandels zu drastischen Kürzungen im Leistungskatalog dieser (Zwangs-) Einheitskasse oder alternativ zu steigenden Beiträgen führen muss.

Erneut meldet sich der Debeka Krankenversicherungsverein a. G. als Marktführer in der PKV zu der politischen Kampagne gegen das erfolgreiche System der dualen Krankenversicherung zu Wort. Mit Erhebungen im Bestand bestätigt der Versicherer eine Studie, welche die auf Neid zielende Propaganda der Gegner der PKV widerlege.

Aktuell verfügen nur rund 20 Prozent der Privatversicherten über ein Einkommen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit rund 50.000 Euro Jahreseinkommen liegt. Die Versichertengemeinschaft bestehe darüber hinaus sogar zur Hälfte aus nicht erwerbstätigen Personen.

Zu diesem Ergebnis komme eine aktuelle Studie des wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP). Diese Zahlen bestätigt eine Erhebung der größten privaten Krankenversicherung, der Debeka, bei der ein Viertel aller Privatversicherten in Deutschland Mitglied sind.

Bei der Debeka liege die Zahl der angeblich "Reichen" mit 16 Prozent sogar noch etwas niedriger. Damit werden die immer wieder angeführten Behauptungen gegen die PKV von den Befürwortern einer Zwangsversicherung der Bürger in einer Einheitskasse eindeutig widerlegt. Die Gegner der dualen Krankenversicherung in Deutschland mit einer Wahl zwischen den Systemen unterstellen, die PKV sei unsolidarisch, da sich ihre Versicherten mit angeblich hohen Einkommen dem Sozialprinzip der GKV entziehen würden.

Die Analyse belegt nun erstmals das Gegenteil. Die PKV versichert wie die GKV Menschen aus verschiedensten sozialen Gruppen mit unterschiedlichen Einkommen, Familien mit Kindern ebenso wie Studenten und Rentner. Privatversicherte leisten aber einen sehr viel höheren Beitrag zur Finanzierung der Gesundheitskosten als es ihrem Anteil von elf Prozent an allen Krankenversicherten in Deutschland entspricht, denn sie zahlen deutlich mehr für ihre Behandlungen.

"Die PKV hat eine durchmischte Bevölkerungsstruktur, das haben wir auch schon immer betont, man wollte es aber nie hören", so Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender der Debeka, zum Resultat. "Das muss sich nun ändern, denn das Hauptargument der politisch motivierten Anti-PKV-Propaganda im Hinblick auf eine Einheitsversicherung ist damit entkräftet."

Laue vertritt die Position, dass damit auch der angebliche Gleichstellungsgedanke einer Bürgerzwangsversicherung widerlegt ist. Denn in einer Einheitsversicherung würden sich finanziell besser gestellte Menschen erst recht privatärztliche Leistungen erkaufen. Es würde dann tatsächlich eine echte Benachteiligung im Gesundheitswesen entstehen, ja sogar eine Aufspaltung in unterschiedliche soziale Klassen, die wirklich nach "arm" und "reich" unterscheide.

Das große Problem der immer älter werdenden Menschen mit weiter steigenden Ausgaben sei nach wie vor nicht vom Tisch, so Laue, er sei daher auch überzeugt, dass die Diskussion um eine Bürgerversicherung und die immer wieder verbreiteten Klischees gegen die PKV nur dazu dienen, von den Problemen der gesetzlichen Krankenkassen abzulenken, Wähler in die Irre zu führen und die Gesellschaft ideologisch motiviert zu spalten.

Debeka Krankenversicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Die Studie finden unsere Leser hier im Internet zum Download