Sven Bruns deckt auf: So holen Beamte das Beste aus ihrer Krankenversicherung heraus

29.08.2025

Sven Bruns

Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Während Beamte ihre Entscheidung häufig leichtfertig fällen, bleiben wesentliche Sparpotenziale und Versorgungslücken mindestens ebenso oft unerkannt. Wie also können sie sich den größtmöglichen Leistungsumfang sowie die günstigsten Konditionen sichern und welche Fehler sollten sie vermeiden?

Auf den ersten Blick erscheint die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Absicherung eher zweitrangig. Schließlich sind die beruflichen Rahmenbedingungen stabil, die Versorgung scheint verlässlich geregelt. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Gerade „unter der Oberfläche“ verbergen sich zahlreiche Stolpersteine, die nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Versorgung im Krankheitsfall direkt betreffen. Dabei erkennen selbst langjährige Beamte die Risiken oft erst dann, wenn ein Wechsel gar nicht mehr oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. „Die Tücke steckt im Detail: Viele Beamte unterschätzen, wie sehr ihre persönliche Situation sowohl den Beihilfeanspruch als auch die Beitragshöhe beeinflusst“, warnt Versicherungsexperte Sven Bruns von Versicherungsvergleich-Beamte.de. „So droht im Ernstfall nicht nur eine hohe finanzielle Mehrbelastung, auch die medizinische Versorgung kann langfristig darunter leiden.“

„Wer diese Entscheidung hingegen frühzeitig durchdacht und auf die eigene Lebensperspektive zugeschnitten trifft, verschafft sich auf Jahrzehnte gravierende Vorteile – nicht nur finanziell, sondern auch in puncto Leistung und Flexibilität“, fügt er hinzu. Ein individueller Vergleich, unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren sei dabei der Schlüssel zu einer tragfähigen Entscheidung. Bereits 2006 hat sich Sven Bruns vollständig auf die Versicherungsberatung von Beamten, Beamtenanwärtern sowie Referendaren spezialisiert und kennt die häufigsten Fehler: „Gerade langfristige Auswirkungen, sich ändernde Beihilfesätze oder gesundheitliche Veränderungen werden viel zu selten berücksichtigt. Wer sich allein auf Empfehlungen von Bekannten oder oberflächliche Testergebnisse verlässt, kommt nur selten zur idealen Lösung“, so Sven Bruns. Worauf es bei der Suche nach der bestmöglichen Krankenversicherung stattdessen ankommt, verrät er hier.

Die Modelle im Vergleich: Warum so viele Beamte die private Krankenversicherung wählen

Ein Blick auf die Versorgungslandschaft zeigt: Beamte genießen einen entscheidenden Vorteil gegenüber Angestellten und Selbstständigen – ihnen steht bei der Wahl der Krankenversicherung die private wie auch die gesetzliche Option offen. Doch warum entscheidet sich die deutliche Mehrheit trotz der Verlockung universeller Standards für ein individuelles PKV-Modell? „Der Hauptgrund ist der Beihilfeanspruch: Je nach persönlicher Situation übernimmt der Dienstherr einen Großteil der Krankheitskosten. So sind die Beiträge oft erheblich günstiger als in der gesetzlichen Kasse“, erklärt Sven Bruns.

Während in der gesetzlichen Krankenversicherung Beamte oftmals den vollen Krankenkassenbeitrag ohne Unterstützung des Dienstherrn selbst tragen müssen, eröffnet die private Krankenversicherung (PKV) einen breiten Gestaltungsspielraum. Lediglich in neun Bundesländern gibt es aktuell die sogenannte pauschale Beihilfe, die bis zu 50 % der Kosten abdeckt. In allen anderen Ländern hingegen tragen Beamte die GKV-Beiträge allein – ein entscheidender Nachteil im Vergleich zur PKV, bei der der Dienstherr im Rahmen der individuellen Beihilfe regelmäßig einen großen Teil der Kosten übernimmt.

Doch ob sich die PKV wirklich lohnt, hängt maßgeblich von den eigenen Lebensumständen und der künftigen Entwicklung ab. „Viele unterschätzen, dass sich etwa mit Pensionierung oder Familienzuwachs auch die Beihilfe ändert. Das kann die Beitragsstruktur auf einen Schlag ändern“, erläutert Sven Bruns hierzu. Eine gründliche Analyse der Lebenssituation ist also unerlässlich, um von allen Vorteilen zu profitieren.

Beihilfe, individuelle Tarife und Beitragsstruktur: Die entscheidenden Fakten auf einen Blick

Wie hoch die individuelle Beihilfe tatsächlich ausfällt, variiert mit Blick auf Familienstand, Kinderzahl und Pensionierung sowie von Bundesland zu Bundesland. Grundsätzlich erhalten Beamte ohne Kinder mindestens 50 % Beihilfe, mit dem zweiten Kind und im Ruhestand steigt der Anteil auf bis zu 70 %. Eine Ausnahme bildet Hessen: Dort gelten abweichende Regelungen, die im Detail geprüft werden sollten. Die private Krankenversicherung deckt den Rest. Doch hier lauert die nächste Hürde: Längst nicht alle Anbieter berücksichtigen individuelle Aspekte in ihren Tarifen optimal. So bewerten verschiedene Versicherungsgesellschaften etwa den Gesundheitszustand unterschiedlich. „Und damit nicht genug: Es gibt über 40 Gesellschaften und rund 4.000 Seiten Vertragswerk, da ist ein Laie schnell überfordert“, weiß Sven Bruns aus seiner täglichen Beratungspraxis.

Zum Beispiel zahlt ein zukünftiger Beamter von 30 Jahren in Nordrhein-Westfalen ohne Kinder und ohne gesundheitliche Belastungen je nach Anbieter zwischen 285 und 390 Euro pro Monat – inklusive Beihilfeergänzungstarif und Pflegeversicherung. Doch schon kleinste Leistungsänderungen oder die Entscheidung für komfortablere Optionen können den Beitrag deutlich beeinflussen. Auch Risikozuschläge bei Vorerkrankungen schlagen zum Teil empfindlich zu Buche. „Deshalb ist ein individueller Vergleich nicht nur empfehlenswert, sondern absolut notwendig – besonders dann, wenn Vorerkrankungen oder Sonderwünsche vorliegen“, macht Sven Bruns deutlich.

Wollen sich Beamte hingegen bewusst für die GKV entscheiden, profitieren sie nur in Bundesländern mit pauschaler Beihilfe von einer Unterstützung durch den Dienstherrn. Mit mehr als 50 % Kostenübernahme ist dabei allerdings nicht zu rechnen, weshalb die PKV in den meisten Fällen die finanziell klügere Wahl bleibt. Ein weiteres Argument für die PKV: Leistungsumfang und Zugang zu medizinischer Versorgung übertreffen die gesetzlichen Vorgaben oft deutlich – individuell wählbare Bausteine und exklusive Zusatzleistungen machen den Unterschied. Dennoch gilt es in jedem Fall, früh zu handeln: „Je gesünder der Versicherte beim Eintritt ist, desto günstiger bleibt der Beitrag langfristig“, hebt Sven Bruns hervor.

Fazit: Individuelle Betrachtung, professionelle Beratung, langfristige und frühzeitige Planung

„Letztendlich ist jede Lebenssituation individuell und entwickelt sich weiter – was heute passt, kann morgen schon unvorteilhaft sein“, mahnt Sven Bruns. Sein Tipp: nicht nur die Monatspreise, sondern auch Vertragsbedingungen, Gesellschaftsbewertungen und die Qualität der langfristigen Betreuung prüfen. Gerade unabhängige Experten können Stärken und Schwächen einzelner Tarife erkennen, auf versteckte Stolpersteine hinweisen und maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten. Für eine fundierte Entscheidung empfiehlt sich dabei: bei der Beratung unbedingt darauf achten, dass der Experte tatsächlich neutral vergleicht – nicht jeder Makler ist unabhängig und längst nicht alle kennen die speziellen Beihilfetarife für Beamte im Detail.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die langfristige Planung: Ein späterer Versicherungswechsel ist für Beamte oft schwierig, da die neue Gesellschaft die vollständige Gesundheitshistorie prüft und Vorerkrankungen zu erheblichen Aufschlägen oder sogar Ablehnungen führen können. „Wer sich frühzeitig informiert und darauf basierend den passenden PKV-Tarif wählt, profitiert auf Dauer von spürbar günstigeren Beiträgen und umfassenderen Leistungen – diese Weitsicht rechnet sich“, fasst Sven Bruns zusammen.

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