Swiss Life ist mit Gewinn unterwegs

07.02.2013

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Die Swiss Life Gruppe steigerte im ersten Halbjahr 2012 die Bruttoprämien um ein Prozent auf 9,8 Milliarden Schweizer Franken. Der Betriebsgewinn stieg um 17 Prozent mit 528 Millionen auf über eine halbe Milliarde Schweizer Franken. Der Reingewinn lag mit 369 Millionen Franken um 15 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2011.

(fw/db) Die Swiss Life Gruppe meldet in Zürich als Geschäftsergebnis für das erste Halbjahr 2012 eine Steigerung der währungsbereinigte Bruttoprämien um insgesamt ein Prozent auf aktuell 9,8 Milliarden Schweizer Franken.

Zum Ende der ersten Jahreshälfte 2012 erhöhte sich das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital um acht Prozent von 9,1 auf 9,8 Milliarden Franken. In der gleichen Periode stieg die Solvabilitätsquote der Gruppe von 213 auf 224 Prozent. Die von Swiss Life verwalteten Vermögen lagen mit 141 Milliarden um fünf Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Die Versicherungsreserven wuchsen um fünf Prozent auf 133 Milliarden Schweizer Franken. Swiss Life International konnte gegenüber dem Vorjahr ein Prämienwachstum von sieben Prozent auf 1.211 Millionen Franken verzeichnen.

"Es ist uns gelungen, in strategisch wichtigen Geschäftsfeldern zu wachsen. So im Unternehmenskundengeschäft in der Schweiz, dem Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland sowie dem Kranken- und Risiko-Geschäft in Frankreich", sagt Bruno Pfister, CEO der Swiss Life-Gruppe.

Am heimischen Schweizer Markt gelang eine Steigerung der Prämieneinnahmen um zwei Prozent auf 5.741 Millionen Schweizer Franken. In Frankreich gingen die Prämieneinnahmen um vier Prozent auf 2.123 Millionen Franken zurück- damit schnitt Swiss Life aber deutlich besser ab als der französische Gesamtmarkt. In Deutschland gingen die Prämien währungsbereinigt um drei Prozent auf 805 Millionen Franken zurück. Die laufenden Prämien konnten um vier Prozent gesteigert werden, während sich die Einmalprämien verringerten.

Betriebsgewinn steigt auf über ein halbe Milliarde Franken

Die Swiss Life konnte den Betriebsgewinn gegenüber der Vorjahresperiode um 17 Prozent von 452 auf 528 Millionen Schweizer Franken steigern Der um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Reingewinn erhöhte sich um 15 Prozent von 322 auf 369 Millionen Franken. Diese Steigerung resultierte aus weiteren operativen Fortschritten und einem starken Anlageergebnis.

Das Investment Management von Swiss Life konnte die Nettokapitalerträge auf dem Versicherungsportfolio von 2.083 auf 3.236 Millionen Franken erhöhen. Die direkte Anlagerendite lag in einem rückläufigen Zinsumfeld mit 1,8 Prozent auf Vorjahresniveau. Mit einer nicht annualisierten Erhöhung der Nettoanlagerendite von 1,9 auf 2,7 Prozent erzielte Swiss Life auf Versicherungsanlagen gegenüber dem Vorjahr einen starken Anstieg.

"Dieses ausgezeichnete Resultat kam dank dem aktiven Anlagemanagement und einem hochwertigen, gut diversifizierten Anlageportfolio zustande. Mitunter haben wir aus Risikoüberlegungen unsere Positionen in Euro in andere Währungen umgeschichtet. Dies ermöglichte uns, die Bilanz zu stärken und die Zinsmarge und damit unsere zukünftige Profitabilität zu schützen", erläutert Pfister das Ergebnis.

Mehr Gewinn in der Schweiz - Rückgang beim AWD

Das Ergebnis am heimischen Markt konnte die Swiss Life im Vergleich zur Vorjahresperiode um 17 Prozent auf 341 Millionen Schweizer Franken erhöhen. Swiss Life in Frankreich steigerte das währungsbereinigte Ergebnis um 14 Prozent auf 80 Millionen Franken.

In Deutschland wies Swiss Life eine Gewinnsteigerung um 16 Prozent auf 43 Millionen Franken aus. Ebenso einen höheren Gewinnbeitrag leistete das Investment Management: Dank Steigerungen der verwalteten Vermögen sowie einer entsprechenden Zunahme der Honorare im Asset-Management kam es zu einer Erhöhung der Gewinne um sieben Prozent auf 61 Millionen Franken.

Bei Swiss Life International entstand wegen negativer Währungseffekte und höherer Kosten ein Verlust in Höhe von drei Millionen Schweizer Franken.

Der AWD wiederum verzeichnete operativ zwar mit 22,4 Millionen Euro einen um drei Prozent höheren Betriebsgewinn als in der Vorjahresperiode (EUR). Der Ertragsbeitrag sank im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich von 21,8 auf 13,1 Millionen Euro. Ursache seien, nach Unternehmensangaben, Rückstellungen in der Höhe von 9,3 Millionen Euro für noch schwebende Rechtsfälle in Deutschland.

Der Umsatz des Finanzvertriebs AWD sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13 Prozent von 266 auf 232 Millionen Euro. Allein in Deutschlang ging der Umsatz um 22 Prozent von 170 auf 134 Millionen Euro zurück. Auch in Österreich ging der AWD-Umsatz zurück, dort von 35 auf 30 Millionen Euro. In der Schweiz stieg der Umsatz von 35 auf 41 Millionen Euro und in Großbritannien von 25 auf 27 Millionen Euro.

Insgesamt sei beim AWD die Bedeutung der laufenden Bestandsprovisionen gegenüber den Abschlussprovisionen gestiegen. Außerdem verkauften die AWD-Handelsvertreter mehr Sach- und Haftpflichtpolicen, während das Geschäft mit Anlagefonds rückläufig war. Die Zahl der Vermittler sank um fünf Prozent auf 4.822 Geschäftspartner.

Swiss Life AG