Til Schweiger erzielt Urteil gegen Hiscox

31.03.2026

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Nach mehr als einem Jahrzehnt juristischer Auseinandersetzung hat Til Schweiger vor dem Landgericht München einen Erfolg gegen seinen Versicherer Hiscox SE erzielt. Nach Medienberichten verurteilte das Gericht das Unternehmen zur Zahlung von rund 480.000 Euro inklusive Zinsen.

Auslöser war ein massiver Leitungswasserschaden im Jahr 2014 in Schweigers Berliner Wohnung, bei dem etwa 10.000 Liter Wasser austraten. Während der anschließenden Sanierung kam es zusätzlich zu einem Brand, der die Schäden weiter verschärfte. Die vollständige Instandsetzung der Immobilie zog sich über Jahre hin.

Erst 2019 reichte Schweiger Klage ein, nachdem umfangreiche Gutachten den Schaden dokumentiert hatten. Die Forderungen lagen ursprünglich deutlich höher, da auch Planungs- und Entsorgungskosten berücksichtigt werden sollten. Das Gericht erkannte jedoch nur einen Teil der geltend gemachten Positionen an und sprach knapp 386.000 Euro zu.

Der Fall verdeutlicht die oft große Diskrepanz zwischen Versicherungsangeboten und tatsächlichen Schadenssummen sowie die langen Zeiträume, die komplexe Schadenregulierungen in Anspruch nehmen können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (mho)

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