„Vergleichsrechner für Makler effizient integrierbar“
06.02.2026

Matthias Brauch, CEO der cpit comparit GmbH Foto: © cpit comparit
Auf der Network Convention (NWC) von blau direkt, auf der sich Ende Januar in Helsinki rund 500 Maklerinnen und Makler versammelt haben, sprachen wir am Rande mit Matthias Brauch, CEO der cpit comparit GmbH, über den neuen PKV-Vergleichsrechner.
Herr Brauch, comparit hat den neuen PKV- und SACH-Vergleichsrechner vorgestellt. Welche konkreten Mehrwerte bietet die Software für Makler, und wie lässt sie sich in den Arbeitsalltag integrieren?
Matthias Brauch: Wir haben die neue Lösung auf die gleiche Oberfläche und Schnittstellen wie unsere bisherigen Rechner in den Bereichen Leben und Kfz aufgebaut. Das bedeutet: Makler müssen sich nicht auf eine neue Bedienung einstellen oder neue Anbindungen integrieren – der Einstieg ist nahtlos. Inhaltlich haben wir die Vorteile aus unserer „späten Geburt“ genutzt: Die Programme sind schnell, benutzerfreundlich und performant. Außerdem konnten wir neue Features implementieren, die es bei anderen Vergleichsrechnern so nicht gibt. Insbesondere haben wir eine Bausteinlogik entwickelt: Statt alle Tarife einer Gesellschaft in einer langen Liste darzustellen, werden die einzelnen Bausteine sichtbar. So kann der Makler zusammen mit dem Kunden einzelne Zusatzleistungen wie Zahnersatz oder ein Einbettzimmer auswählen und die Kosten direkt vergleichen. Das erlaubt eine sehr intuitive, interaktive Beratung und erspart mühsame manuelle Berechnungen.
Wurde das Feedback von Maklern bereits in die Entwicklung einbezogen?
Brauch: Ja, wir arbeiten seit Jahren eng mit einer Maklergruppe zusammen. Rund 50 Makler erhalten neue Features vorab zur Ansicht und geben Rückmeldungen. Parallel haben wir externe Designfirmen engagiert, die ursprünglich nichts mit Versicherungsvergleichen zu tun hatten, um frische Perspektiven einzubringen. Daraus entstanden z. B. die Programmoberflächen und Druckstücke für Vermittler und deren Kunden. (?? Satzende fehlte)
Wie sieht es mit der Anbindung von Versicherungsgesellschaften aus?
Brauch: Im PKV-Bereich sind mittlerweile alle Gesellschaften integriert, da wir die Levelnine-Datenbank übernommen haben. Bei Wohngebäude und Hausrat sind wir mit 11 bzw. 19 Gesellschaften gestartet. Weitere Gesellschaften werden nach und nach getestet und eingebunden. Derzeit gibt es keine Gesellschaft, die sich explizit gegen die Integration in unsere Plattform stellt.
Wie einfach ist die Integration in bestehende Systeme der Makler?
Brauch: Wir setzen auf eine API-First-Architektur. Über standardisierte Schnittstellen – sogenannte Endpoints – kann der Rechner in Maklerverwaltungsprogramme von blau direkt, Fondskonzept oder Netfonds sehr tief integriert werden. Berechnungen und Ergebnisse werden vollständig übergeben und können in den eigenen Programmen weiterverarbeitet werden.
Welche weiteren Entwicklungen plant comparit?
Brauch: Wir wollen im privaten Versicherungsbereich ein Vollsortiment anbieten: Leben, Kranken, Sach, Kfz – alles auf einer Plattform, damit Makler nicht zwischen verschiedenen Softwarelösungen wechseln müssen. Zusätzlich starten wir zum 1. Juli mit „charge.IT“, einem Abrechnungssystem für größere Maklervertriebe und Verbünde. Ziel ist es, standardisierte Prozesse wie Vergleich und Abrechnung bereitzustellen, während die Pools und Vertriebe ihre eigenen USPs beim Kunden ausspielen können. (hs)

Exklusiv
„Ohne saubere Datenbasis keine KI“









