Weniger Kfz-Schäden, aber Reparaturen werden immer teurer
25.08.2026

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Im Jahr 2025 hat Ayvens über 53.000 Kfz-Schäden abgewickelt, die Reparaturkosten verursacht haben. Während die Schadenhäufigkeit gesunken ist, wurden Fahrzeugreparaturen im Schadenfall immer teurer. Positiv entwickelt hat sich vor allem die Schadenbilanz bei Fahrzeugscheiben: Weniger Scheiben wurden ausgetauscht und deutlich mehr Steinschlagschäden repariert. Ein Hinweis darauf, dass Prävention und frühzeitige Schadenmeldung zunehmend greifen.
In jedem Jahr zieht der Autoleasing- und Fuhrparkmanagement-Anbieter Ayvens eine umfangreiche Schadenbilanz über die Anzahl und Art der Fahrzeugschäden sowie die Höhe des Schadenaufwands. Die Flottenversicherung zählt zum Full-Service-Dienstleistungsangebot des Unternehmens.
Teilkasko
Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Glasschäden eine erfreuliche Entwicklung. Zwar führen beschädigte Fahrzeugscheiben die Schadenstatistik der Teilkaskoversicherung weiterhin mit großem Abstand an, allerdings wurden 2025 deutlich weniger Windschutzscheiben ausgetauscht. Die Zahl der Scheibenaustausche sank um 3,8 Prozent, während die Zahl der Scheibenreparaturen gleichzeitig um 13,6 Prozent anstieg.
Um hohe Reparaturkosten zu vermeiden, muss nicht jede beschädigte Windschutzscheibe ausgetauscht werden. Wird ein Steinschlag frühzeitig erkannt, genügt häufig eine Reparatur, beispielsweise mit einem Scheibenpflaster. Die Risikoberater von Ayvens empfehlen Unternehmen und ihren Fahrern deshalb, bei Steinschlagschäden die Möglichkeit einer Reparatur prüfen zu lassen. Die aktuelle Schadenbilanz zeigt, dass dieser Ansatz greift: Weniger Scheiben mussten ausgetauscht werden, während gleichzeitig mehr Schäden repariert werden konnten – damit können Versicherungskosten im Griff behalten werden.
Positiv entwickelte sich zudem die Zahl der Marderschäden, die um knapp 12 Prozent zurückging. Deutlich geringer fiel auch die Zahl der Sturm- und Hagelschäden aus. Hier wurde ein Rückgang von rund 36 Prozent registriert. Leicht gestiegen sind dagegen Kollisionen mit Tieren.
Vollkasko
Auch in der Vollkaskoversicherung setzte sich der positive Trend fort. Die Zahl der Schäden durch unbekannte Verursacher beziehungsweise Vandalismus ging um über 5 Prozent zurück. Rangierschäden, die weiterhin zu den häufigsten Schadenursachen zählen, nahmen um knapp 5 Prozent ab.
Konstant blieb die zusammengefasste Anzahl der Schäden durch Kontrollverlust, Auffahrunfälle und Kollisionen. Moderne Fahrerassistenzsysteme unterstützen Fahrer unter anderem beim Abstandhalten, Spurwechsel und Rangieren und tragen dazu bei, Unfallrisiken zu reduzieren.
Reparaturkosten steigen weiter
Die rückläufigen Schadenzahlen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Reparaturkosten weiter steigen. In der Vollkaskoversicherung erhöhte sich der durchschnittliche Schadenaufwand pro Schadenfall von 1764 Euro auf 1969 Euro netto. In der Teilkaskoversicherung fiel der Anstieg noch deutlicher aus: Hier stieg der durchschnittliche Aufwand von 1367 Euro auf 1959 Euro netto. Kameras, Sensoren und Fahrerassistenzsysteme machen das Autofahren zwar sicherer, aber sie treiben im Schadenfall die Kosten nach oben. Zusammen mit gestiegenen Arbeitskosten führt dies zu höheren Reparaturrechnungen.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei Glasschäden. Während eine Scheibenreparatur durchschnittlich rund 113 Euro kostet, liegt der durchschnittliche Aufwand für einen Scheibenaustausch inzwischen bei mehr als 1030 Euro. Ein weiterer Unterschied besteht auch zwischen Hersteller- und freier Werkstatt. (mho)

Tobias Sigurdsson ist Global Head of Fine Art & Specie


