Zurich kooperiert mit Ministerium

25.08.2026

Dr. Carsten Schildknecht, Ina Scharrenbach, Petra Riga-Müller, Vorständin Zurich Commercial Insurance Germany, Prof. Dr. Matthias von Harten (v.l.). Foto: © Zurich

Das erste Mal in Deutschland wird ein Ministerium aktiv mit einer Versicherung zusammenarbeiten, um konkrete Handlungsempfehlungen im Umgang mit Klimafolgen am Beispiel des Umgangs mit Hitze zu erhalten. Auf einer Pressekonferenz in Berlin haben das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Zurich Gruppe Deutschland bekanntgegeben, künftig gemeinsam neue Wege zu gehen.

Die Städte und Gemeinden stehen vor zahlreichen Stadtentwicklungsaufgaben: Klimaanpassung, nachhaltige Flächennutzung, bezahlbarer Wohnraum, die Gestaltung der Verkehre – und nicht zuletzt die Frage, wie unsere Städte, Gemeinden und Regionen energetisch zukunftsfähig gestaltet – und zwar aus den Perspektiven Strom, Wärme, Kälte und Speicherung – werden können. Das für Stadtentwicklung zuständige Ministerium in Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kommunen mit Expertise und Fachwissen sowie insbesondere mit der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes.

Die Zurich Versicherung, die weltweit 1.000 Risiko-Ingenieure sowie Klima- und Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten beschäftigt, arbeitet beispielsweise mit dem Madrid City Council und dem London Borough of Camden daran, die Resistenz der Städte und Kommunengegen extreme Hitze zu stärken. Nun wird das für Stadtentwicklung zuständige Ministerium in Nordrhein-Westfalen auf die Expertise der Zurich Versicherung setzen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Der Madrid-Ansatz oder die Herangehensweise aus London haben uns als für Stadtentwicklung zuständiges Ministerium überzeugt. Diesen Ansatz wollen wir in Nordrhein-Westfalen ausprobieren, um Erfahrungen zu sammeln, für mehr. Es geht um eine zielgerichtete Identifikation von besonders hitzebelasteten Standorten in Verbindung mit konkreten Anpassungsmaßnahmen und einer abgeleiteten Prioritäten-Roadmap. Denn: Die Daten liegen alle vor, aber das Wissen, wie diese Daten zielgerichtet in Handlung übersetzt werden können, ist der komplett neue Ansatz.“

Dr. Carsten Schildknecht, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland: „Unsere Methodik zur Steigerung der Klimaresilienz haben wir ursprünglich für Großunternehmen mit ihren Industriestandorten und kritischen Infrastrukturen und Logistikketten entwickelt und setzen dieses Know-how sehr erfolgreich für unsere Kunden ein. Die Übertragung unserer Expertise auf Städte und Kommunen ist naheliegend, da diese vor ähnlichen Herausforderungen stehen und insofern vom Wissenstransfer von den Unternehmen direkt profitieren können.“ (mho)