Acht von zehn jungen Menschen fühlen sich häufig gestresst
03.11.2026

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Stress gehört für viele junge Menschen in Deutschland zum Alltag. Laut der aktuellen Studie „Zukunft Gesundheit 2026“ der Krankenkasse vivida bkk fühlen sich 80 Prozent der 14- bis 34-Jährigen häufig gestresst. Neben beruflichen und schulischen Anforderungen belasten insbesondere finanzielle Sorgen und gesellschaftliche Unsicherheiten. Die Folgen reichen von mentaler Erschöpfung bis zum sozialen Rückzug.
Für die repräsentative Untersuchung wurden 1.045 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 34 Jahren befragt. Demnach empfinden sieben von zehn Befragten finanzielle Sorgen als Stressfaktor. 57 Prozent fühlen sich zudem durch die aktuelle gesellschaftliche und politische Lage unter Druck gesetzt. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind erheblich: 75 Prozent der gestressten Befragten berichten von häufiger mentaler Erschöpfung, mehr als zwei Drittel leiden unter Schlafproblemen. Bei 55 Prozent führt Stress dazu, dass sie sich aus sozialen Kontakten zurückziehen.
„Ob Kriege, wirtschaftliche Krisen oder Klimawandel: Junge Menschen wachsen derzeit in einer Welt auf, die sich schnell verändert und von vielen Unsicherheiten geprägt ist“, erklärt Sina Kern, Gesundheitsexpertin bei der vivida bkk. Neben äußeren Belastungen spielen auch persönliche Ansprüche eine wichtige Rolle. 84 Prozent der Befragten haben das Gefühl, in vielen Lebensbereichen gleichzeitig funktionieren zu müssen. 78 Prozent meinen, ständig an sich selbst arbeiten zu müssen. Mehr als zwei Drittel verspüren zudem Druck durch die Erwartungen anderer.
Besonders ausgeprägt ist dieser Druck bei Mädchen und jungen Frauen: 78 Prozent haben das Gefühl, nie gut genug zu sein. Bei den männlichen Befragten liegt dieser Anteil um 15 Prozentpunkte niedriger. Die Krankenkasse warnt vor einem möglichen Kreislauf aus Stress und sozialer Isolation. Wer sich aufgrund anhaltender Belastungen zurückziehe, verliere wichtige soziale Unterstützung. Umso wichtiger seien frühzeitige Gegenmaßnahmen, persönliche Gespräche und gemeinschaftliche Aktivitäten, die das psychische Wohlbefinden stärken können. (mho)

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