ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern: Nachhaltige Geschäftspolitik fortgesetzt

13.05.2013

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In der Bilanzpressekonferenz 2013 haben die ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung a. G. und die HALLESCHE Krankenversicherung a. G. ihre Zahlen bekanntgegeben. Beide Gesellschaften haben das Geschäftsjahr 2012 erfolgreich abgeschlossen.

(fw) Die ALTE LEIPZIGER Leben erreichte mit einem Zuwachs von 12,1 % auf rund 1,8 Mrd. Euro das prozentual zweithöchste Beitragswachstum in der Spitzengruppe der 20 größten deutschen Lebensversicherer. Die HALLESCHE Krankenversicherung konnte erneut die Zahl der Neukunden in der Vollversicherung um rund 6.500 Personen erhöhen. Durch die gute Ertragslage der beiden Gesellschaften, die sich in einer erneut verbesserten Nettoverzinsung der Kapitalanlagen und einem deutlich gestiegenen Rohüberschuss niederschlägt, wird eine weitere Stärkung des Eigenkapitals und damit die Absicherung langfristiger Zusagen an die Kunden ermöglicht.

Auch der Gesamtumsatz des Konzerns, einschließlich der Mittelzuflüsse im Bauspar- und Investmentfondsgeschäft, ist auf Wachstumskurs: Er stieg um 7,2 % von 3.440 Mio. € auf 3.686 Mio. €.

Nachfolgend die Geschäftsergebnisse im Einzelnen:

ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung

Neugeschäft

Die starke Nachfrage nach den Produkten der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung im Bereich Betriebliche Altersversorgung (bAV), Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Rentenversicherungen führte zu einem Wachstum des Neugeschäfts um 20,7 % auf 603 Mio. Euro. Dabei legte das Neugeschäft mit laufendem Beitrag um 12,8 % zu. Das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag erhöhte sich um 24,9 %. Hiervon entfielen ca. 50 % auf die bAV. Es wurden insgesamt 20 % mehr Verträge als im Vorjahr abgeschlossen. Das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge stieg um 12,1 % auf 1.783 Mio.

Nettoverzinsung und Rohüberschuss

Aufgrund der hohen Erträge, die zur Finanzierung der Zinszusatzreserve in Höhe von 102 Mio. Euro und der Mitgabe von Bewertungsreserven bei Vertragsende (59 Mio. Euro) realisiert wurden, erreichte die Nettoverzinsung 5,44 % (Vorjahr: 4,49 %). Ohne diese Sondereffekte hätte sie bei 4,5 % gelegen, so das Unternehmen. Mit 4,9 % im Drei-Jahres-Durchschnitt konnte trotz eines schwierigen Kapitalmarktumfelds eine hohe Nettoverzinsung erzielt werden. Der Rohüberschuss vor Steuern wuchs um 26,7 % auf 496 Mio. Euro (Vorjahr: 392 Mio. Euro). Die Rücklagen für die Kunden wurden erneut gestärkt: Dem Eigenkapital wurden 53 Mio. Euro zugeführt. Es erreichte 569 Mio. Euro.

Striktes Kostenmanagement

Die Abschlusskostenquote sank von 4,85 % auf 4,66 %, obwohl das Neugeschäft um rund ein Fünftel zunahm. Die Verwaltungskostenquote erreichte 2,02 % (Vorjahr: 2,22 %).

ALTE LEIPZIGER sagt „Ja" zu Garantieprodukten

In der Diskussion über die Zukunft der Lebensversicherungen mit festem Garantiezins über die gesamte Vertragslaufzeit hat sich die ALTE LEIPZIGER klar positioniert. Sie hält solche Garantien für finanzierbar und wird auch künftig zu den Anbietern klassischer Garantieprodukte zählen, um den Vorsorgebedarf der Kunden optimal abzudecken, auch als Alternative zu anderen Produktkonzepten. Gleichzeitig beschäftigt sich auch die ALTE LEIPZIGER gegenwärtig intensiv mit der Weiterentwicklung ihrer Garantieprodukte, auch im Sinne ihrer Geschäftspartner.

HALLESCHE Krankenversicherung: Starker Zugang in der Vollversicherung

In der Vollversicherung verzeichnete die HALLESCHE einen Zuwachs von 6.558 Versicherten. Der Bestand in der Vollversicherung stieg von 236.337 auf 242.895. Damit verzeichnete die HALLESCHE eine Steigerung von 2,8 %. 2012 betrug der Marktanteil der HALLESCHE 2,7 %. Die Gesamtzahl der Versicherten stieg um 2,4 % auf 600.391 (2011: 586.167). Die gebuchten Bruttobeiträge beliefen sich auf 1.098 Mio. Euro (3,8 %, Vorjahr: 1.057 Mio. Euro). Mit 4,9 Mio. Euro Monats-Soll-Beitrag inklusive gesetzlichem Zuschlag lag das Neugeschäft der HALLESCHE 2012 leicht unter dem herausragenden Vorjahreswert von 5,5 Mio. Euro. Dieser war durch vermehrte Zugänge von GKV-Versicherten nach der Abschaffung des Drei-Jahres-Moratoriums begünstigt worden.

Die Verwaltungskostenquote verringerte sich mit 2,3 % gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte. Die Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote konnte die HALLESCHE von 11,0 % im Vorjahr auf 13,0 % steigern und schnitt damit im Branchenvergleich gut ab.

Kapitalanlageergebnis gesteigert

Für 2012 konnte das Kapitalanlageergebnis von 214 Mio. Euro auf 259 Mio. Euro angehoben werden. Die Nettoverzinsung stieg von 3,98 % im Vorjahr auf 4,38 %. Im Interesse ihrer Versicherten setzt die HALLESCHE weiterhin auf Sicherheit in der Kapitalanlage.

Eigenkapital wird gestärkt

Das Eigenkapital wurde auch 2012 deutlich aufgestockt und betrug Ende des Jahres insgesamt 239 Mio. Euro (2011: 219 Mio. Euro). Allein in den Jahren von 2008 bis 2012 wurde das Eigenkapital um insgesamt 47 % erhöht. Somit wird laut Unternehmen die Sicherung der nachhaltigen Finanzstärke des Unternehmens und des Leistungsversprechens an die Versicherten weiter gestärkt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 21,7 %, der Branchenschnitt bei 14,5 %.

Der Bruttoüberschuss erreichte 2012 den hohen Wert von 182 Mio. Euro (2011: 142 Mio. Euro). Verantwortlich hierfür sei das gute Kapitalanlageergebnis sowie die moderate Leistungsentwicklung im Berichtsjahr. 156 Mio. Euro werden der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zugeführt (Vorjahr: 108 Mio. Euro).

FÖRDERbar ist das neue Produkt für private Pflegeversicherung:

Seit April bietet die HALLESCHE eine staatlich geförderte Pflegeversicherung an. Der Tarif FÖRDERbar ergänzt die Pflegelinie der HALLESCHE und kann zur Abdeckung des Pflegerisikos mit dem Tarif OLGA kombiniert werden.

Tochtergesellschaften des ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzerns

ALTE LEIPZIGER Versicherung AG

Den Geschäftsverlauf 2012 kennzeichneten erneut verbesserte versicherungstechnische Ergebnisse bei leicht rückläufigen gebuchten Bruttobeitragseinnahmen (-1,5 %), die Stärkung der Rückstellungen und ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro). Die Bruttobeitragseinnahmen erreichten insgesamt 415 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang von 6 Mio. Euro, der vor allem die Sparten Kraftfahrt, Rechtsschutz und Feuer betraf. Dadurch reduzierte sich der Schadenaufwand für eigene Rechnung auf 233 Mio. Euro (Vorjahr: 254 Mio. Euro). Die Schaden-Kostenquote (Combined Ratio) für eigene Rechnung ging von 103,4 % im Vorjahr auf 98,8 % zurück.

ALTE LEIPZIGER Bauspar AG

Der Jahresüberschuss betrug 1,34 Mio. Euro (Vorjahr: 1,31 Mio. Euro). Ganz wesentlich für den Vertriebserfolg der Gesellschaft ist ihre hervorragende Produkt- und Servicequalität, so das Unternehmen. In Umfragen zur Maklerzufriedenheit durch die Zeitschrift AssCompact belegt sie seit fünf Jahren ununterbrochen den 1. Platz.

ALTE LEIPZIGER Trust Investment-GmbH

Hier lag der Bruttomittelzufluss zu den Publikumsfonds zum Ende des Geschäftsjahrs bei 126 Mio. Euro, somit gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 2,9 Mio. Euro. Infolge von Mittelzuflüssen und Kurssteigerungen stieg das verwaltete Fondsvolumen der Publikumsfonds um 48 Mio. Euro auf 367 Mio. Euro.

Ausblick 2013

Die ALTE LEIPZIGER Leben erwartet für die betriebliche und die private Altersvorsorge sowie die Absicherung der Berufsunfähigkeit ein kontinuierliches Wachstum des Neugeschäfts gegen laufenden Beitrag, dies sei durch die hohe und anerkannte Qualität der Produkte gegeben.

Die HALLESCHE setzt in den Voll- und Zusatzversicherungstarifen weiterhin auf eine sehr hohe, vertraglich garantierte Produktqualität, die Impulse für das Neugeschäft erwarten lasse. Großes Interesse findet auch die neu eingeführte Betriebliche Krankenversicherung, die ein betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst. Damit könne die Mitarbeiterbindung gestärkt und der Krankenstand verringert werden.

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase erwarten die Gesellschaften solide Kapitalanlageergebnisse und Jahresüberschüsse auf dem Niveau der langjährigen Durchschnittswerte zur Sicherung der gegebenen Garantieversprechen. Beide Muttergesellschaften werden auch 2013 ihre nachhaltige Geschäftspolitik der kontinuierlichen Eigenkapitalstärkung fortsetzen.

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