Barmenia startet Pflege-Bahr-Angebot

07.02.2013

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Die ersten Weichen für den „Pflege-Bahr“ sind gestellt. Die ersten staatlich geförderten Pflegepolicen sind für Versicherungsvermittler und Kunden verfügbar. Als sinnvolle Aufstockung und Ergänzung der Leistungen gibt es eine Aufbaulösung als optionales Angebot.

(fw/db) Die Barmenia Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit meldet, dass ab sofort ihre Lösung zur staatlich geförderten Pflegeergänzung im deutschen Versicherungsmarkt verfügbar ist. Damit zählt sie zu den ersten Anbietern in der Privaten Krankenversicherung (PKV), die mit dem "Pflege-Bahr" auf den Markt gehen. Die ersten Abschlüsse konnten, nach eigenen Angaben, bereits am heutigen Morgen verzeichnet werden.

"Ich halte die Einführung der geförderten Pflegevorsorge für eine zukunftsorientierte und vorausschauende Entscheidung, die viele Menschen dabei unterstützen wird, für den Fall der Pflegebedürftigkeit eigenverantwortlich vorzusorgen", so Josef Beutelmann, Vorsitzender der Vorstände der Barmenia Versicherungen, Wuppertal, bei der Vorstellung des neuen Produktes. "Deshalb sind wir auch zeitnah mit den Beschlüssen der Bundesregierung mit unserem Angebot präsent."

Beim so genannten "Pflege-Bahr" handelt es sich nicht um ein branchenweit einheitliches Produkt. In gewissen Grenzen, wie bei der Höhe der Leistungen in den Pflegestufen "0", I und II sowie bei Dynamik und Wartezeit können Krankenversicherer ihren Tarif individuell gestalten. Die Barmenia bietet nicht nur ein gefördertes Produkt an, sondern ermöglicht durch ein ergänzendes Aufbauprodukt eine noch gezieltere Absicherung.

Die Barmenia Deutsche-Förder-Pflege

Die "Deutsche-Förder-Pflege" der Barmenia leistet in Pflegestufe III ein Pflegemonatsgeld in Höhe von mindestens 600 Euro (100 Prozent). In Pflegestufe II erstattet die Barmenia sogar 60 Prozent (gesetzliche Vorgabe 30 Prozent) und in Pflegestufe I 30 Prozent statt gesetzlich vorgegebener 20 Prozent. In Pflegestufe 0 wird die gesetzliche Vorgabe von 10 Prozent eingehalten. Der Mindest-Eigenanteil beträgt für den Kunden zehn Euro. Hinzu kommen fünf Euro Zulage vom Staat. Damit beläuft sich der Mindestbeitrag monatlich auf 15 Euro. Die Wartezeit beträgt fünf Jahre. Bei der Barmenia-Förder-Pflege entfällt diese bei Unfällen. Eine Dynamisierung des Pflegemonatsgeldes in Höhe der Inflationsrate ist möglich, jedoch auf die Höchstleistungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung begrenzt.

Ein Aufbauprodukt rundet Pflegeschutz ab

Häufig reicht jedoch auch die Pflegepflichtversicherung in Verbindung mit einer staatlich geförderten Pflegeergänzung nicht aus, die Pflege-Lücke zu schließen. Deshalb empfiehlt sich für eine bedarfsgerechtere Absicherung, den staatlich geförderten Versicherungsschutz aufzustocken. Die Barmenia bietet einen entsprechenden - nicht geförderten - Aufbautarif (Tarif EPM) an. Das Pflegemonatsgeld beträgt in der Pflegestufe III mindestens 100 EUR und kann darüber hinaus frei gewählt werden, darf jedoch inklusive der Deutschen-Förder-Pflege nicht über 2.500 Euro liegen. Auch hier werden in der Pflegestufe III 100 Prozent, in Stufe II 60 Prozent, in Stufe I 30 und in Stufe 0 10 Prozent ausgezahlt. Die Wartezeit beträgt drei Jahre und entfällt ebenso bei Unfällen.

Aufbautarif bietet als Mehrwert Assistance-Leistungen

Im Aufbautarif der Barmenia sind außerdem Assistance-Leistungen enthalten, die vom Kooperationspartner Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. erbracht oder vermittelt werden. Dazu gehören ein pflegerisches Erstgespräch, die Unterstützung bei der Begutachtung zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit, eine Restkostenerstattung für die Installation eines Hausnotrufsystems, die Vermittlung von Pflegedienstleistern sowie eine Pflegeheimplatz-Garantie.

Barmenia Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit