Corona verdrängt Niedrigzins

01.02.2021

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Steigende Nachfrage nach Nachhaltigkeit

Die Gothaer Anlagerstudie 2021 untermauert zudem die Beobachtung, dass das Thema Nachhaltigkeit auch in der Geldanlage immer mehr an Bedeutung gewinnt. So gaben 58 % der Studienteilnehmer an, dass sie bereit seien, in eine nachhaltige Geldanlage zu investieren, auch wenn sie dafür eine geringe Rendite in Kauf nehmen müssten. Gegenüber der Vorjahresumfrage ist dieser Wert um fünf Prozentpunkte gestiegen. Diese Einstellung ist besonders bei den 30 bis 44-jährigen ausgeprägt: Hier waren 70 % der Befragten bereit, für die nachhaltige Rendite auf die ökonomische zu verzichten. „Rendite und Nachhaltigkeit müssen allerdings kein Widerspruch sein,“ so Experte Kessler. „Beispielsweise hat der Gothaer Multi Select, der 2020 als einer der fünf besten nachhaltigen vermögensverwaltenden Fonds ausgezeichnet wurde, im letzten Jahr eine Wertsteigerung von 17,5 % erzielt.“

Dass die Bereitschaft nicht bloße graue Theorie ist, macht die Tatsache deutlich, dass der Anteil der Befragten, die in nachhaltige Fonds investieren, gegenüber der Vorjahresumfrage um elf Prozentpunkte auf 17 % gestiegen ist.  Für 46 % ist der Umwelt- und Klimaschutz der wichtigste Nachhaltigkeitsaspekt, ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber der Vorjahresumfrage. Etwas stärker an Bedeutung zulegen konnte der Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit, der für 32 % der Befragten der wichtigste Nachhaltigkeitsaspekt ist, eine Steigerung um vier Prozentpunkte gegenüber der Umfrage von 2020. (ahu)