Die als Trainerin und Weiterbildnerin 2025 meistgenutzten KI-Tools
06.01.2026

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Am Ende des Jahres wird vielerorts Bilanz gezogen. Die Lernkultur-Beraterin Sabine Prohaska, Wien, nahm dies zum Anlass, einmal zu reflektieren, welche KI-Tools sie 2025 bei ihrer Arbeit als Trainerin und Weiterbildnerin am häufigsten genutzt hat.
Die folgende KI-Tool-Auszählung ist eine rein subjektive. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich stelle i in ihr vielmehr die KI-Tools vor, mit denen ich persönlich als Trainerin und Weiterbildnerin positive Erfahrungen gesammelt habe – unter anderem, weil sie
- mir spürbar helfen, Zeit zu sparen und die Qualität meiner Unterlagen zu erhöhen sowie
- mir neue didaktische Möglichkeiten in Trainings, Workshops und Lernsettings eröffnen.
ChatGPT: Mein didaktischer Sparringpartner
ChatGPT (in der Bezahlvariante) ist für mich ein zentrales Arbeitsinstrument geworden. Ich nutze das Tool nicht, um das Denken auszulagern, sondern um schneller in zielführende Denkprozesse zu kommen.
Besonders bewährt hat sich ChatGPT beim
- Entwickeln praxisnaher Übungen,
- Erstellen von Multiple-Choice-Fragen,
- Strukturieren von Skripten und Handouts und
- Formulieren von Transferaufgaben.
Der große Vorteil beim Arbeiten mit diesem KI-Tool ist: Ich starte bei meiner Lerntool-Entwicklung nicht mehr bei null. Die didaktische Feinjustierung des ChatGPT-Qutputs, seine Anpassung an die jeweilige Zielgruppe und das Herstellen des Praxisbezugs bleiben jedoch meine Aufgabe; der Zeitaufwand hierfür sinkt aber deutlich.
Perplexity: Wenn die Recherche wirklich belastbar sein muss
Sobald es um eine fundierte, nachvollziehbare Recherche geht, greife ich zu Perplexity. Gerade in der Weiterbildung sind saubere Quellen ein Qualitätskriterium. Perplexity arbeitet mit Echtzeit-Websuchen und liefert die Quellen transparent mit. Das macht die Inhalte überprüfbar und aktuell. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen generischen KI-Antworten.
Ich nutze Perplexity vor allem für
- Hintergrundrecherchen für Fachinputs,
- das Absichern von Studienzitaten und
- das Erstellen fundierter Handouts.
KI-Tools zur Visualisierung
Bilder und Visualisierungen sind aus modernen Lernsettings nicht mehr wegzudenken. Die KI-Tools helfen mir hierbei gleich mehrfach und lösen nebenbei das heikle Thema des Urheberrechts.
Beim Visualisieren nutze ich
- ChatGPT & Ideogram für einfache Bildideen,
- Nano Banana (Google/Gemini) für Grafiken und
- Gamma.ai für Präsentationsentwürfe
Der große Mehrwert dabei ist: Alle Materialien wirken „aus einem Guss“; sie sind visuell konsistent und schnell erstellt. Die Bilder, Folien usw. bearbeite ich anschließend jedoch noch nach. Das inhaltliche Finetuning liegt weiterhin bei mir. Die KI liefert Entwürfe und Strukturen, die meine Arbeit jedoch erheblich vereinfachen und beschleunigen.
NotebookLM: Aus Text wird Lernen
Ein echtes Aha-Tool für mich ist NotebookLM. Damit lassen sich aus bestehenden Dokumenten kurze Audio- oder Videoinhalte generieren. Das ist ideal für Learning Nuggets. Ich setze diese gerne ein als
- Prework vor Trainings,
- Follow-ups nach Seminaren und
- kompakte Wiederholungen zwischendurch.
So entsteht Lernen nicht nur im Seminarraum, sondern eingebettet in den Arbeitsalltag.
KI-Tools live im Training
Besonders spannend wird es, wenn KI nicht nur im Hintergrund arbeitet, sondern live im Training eingesetzt wird. Ich nutze ChatGPT zum Beispiel über den Beamer, um
- mit Teams eine „Pressemitteilung“ über ihre Arbeit zu schreiben und
- am Ende von Klausuren live einen Podcast über die Teamarbeit zu erstellen.
Das sorgt regelmäßig für Aha-Momente und zeigt eindrucksvoll, wie KI kreative Prozesse unterstützen kann, ohne sie zu ersetzen.
Künftige KI-Tool Erprobung und Nutzung
Ich werde 2026 weiter KI-Tools testen, verwerfen und dabei dazulernen. Und: Ich bin jetzt schon gespannt, wie mein KI-Jahresrückblick 2026 ausfallen wird. Werden uns weiterhin laufend neue Tools beschäftigen oder wird 2026 das Jahr, in dem sich viele der heute bereits genutzten Anwendungen etablieren, vertiefen und in ihrer Qualität nochmals deutlich weiterentwickeln? Das wird sich im Jahresverlauf zeigen!
Ein Beitrag von Sabine Prohaskaist, Inhaberin des Beratungsunternehmens seminar consult prohaska, Wien

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