Die Firma gibt, was die Krankenkasse nicht zahlt.

27.05.2013

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Um Mitarbeiter mit einer betrieblich finanzierten Kranken(zusatz)versicherung zu gewinnen und zu binden, bieten Unternehmer ihren Arbeitnehmern einen Gesundheits-Bonus.

Doch nur die wenigsten Mitarbeiter oder auch Versicherungsexperten wissen: Die neue betriebliche Krankenversicherung – kurz bKV – gehört neben der Betriebsrente sowie der betrieblichen Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung auch zu den betrieblichen Versorgungssystemen.

Unternehmen leiden nicht nur an Fachkräftemangel, sondern verfügen auch immer mehr über alternde Belegschaften. Hinzu kommt ein Anstieg krankheitsbedingter Ausfälle. Gefolgt wird dieser Wandel von zwei weiteren Faktoren: von der Verminderung der Wettbewerbsfähigkeit sowie der einhergehenden Leistungsinflation in der GKV. All dies sind Schlagworte für die Versicherungsberater von heute. So auch der Gesundheitsversicherer ERGO zur arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Krankenversicherung: „Sie bietet hochwertigen Versicherungsschutz für alle Mitarbeiter, hilft Krankheitskosten und Fehlzeiten im Unternehmen zu reduzieren, wirkt nachhaltiger als eine Lohnerhöhung und ist dazu noch als Betriebsausgabe absetzbar und bis zu 44 Euro monatlich als Sachbezug pro Mitarbeiter steuerfrei.“

Für Arbeitnehmer gibt es nur Vorteile. Wegen der zunehmenden Leistungseinschränkungen der gesetzlichen Krankenkassen wird die private Vorsorge nicht nur im Gesundheitsbereich vom deutschen Staat gefördert. Die private Vorsorge gewinnt immer mehr an Bedeutung, weil zum Beispiel die Kosten für Sehhilfen oder Zahnersatz oft nur noch zum Teil oder gar nicht mehr übernommen werden. Zwar springen die privaten Versicherer in die entstandene Versorgungslücke ein und bieten zum Beispiel Zahnzusatz- oder Brillenversicherungen, Chefarztbehandlungen oder Krankentagegeld. Auch wenn viele dieser privaten Gesundheitsversicherungen sinnvoll sind, so sind oft die monatlichen Beiträge hoch oder die Versicherung kann aufgrund einer ungünstigen Gesundheitsprüfung gar nicht erst abgeschlossen werden.

Hier bündelt die betriebliche Krankenversicherung verschiedene private Zusatzversicherungen, die die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ergänzen sollen. Arbeitnehmer schließen auf diese Weise wichtige Versorgungslücken. Zudem werden die Beiträge durch den Arbeitgeber finanziert. Mitarbeiter verfügen damit nicht nur über leistungsstarke Versorgungsbausteine, sondern haben zudem einen Ansprechpartner für den Leistungsfall.

Mit präzisen Formulierungen dem Kunden die Vorteile aufzeigen. Der Vermittler wird beim Kunden gewinnen, wenn er ihm genau beschreibt, welche Vorteile aus der arbeitgeberfinanzierten bKV erzielt werden können. Durch eine bKV können zum Beispiel eigene Versicherungen optimiert bzw. angepasst oder auf Anwartschaft gestellt werden, der Kunde spart somit sofort Beiträge. Dies gilt zudem unabhängig von seinem aktuellen oder späteren Gesundheitszustand und seinen Vorerkrankungen. Durch den Abschluss bei einer leistungsstarken Versicherungsgesellschaft können der gewohnte Service und die Leistungen lebenslang beibehalten werden. Vorerkrankungen sowie laufende Behandlungen sind ab Versicherungsbeginn mitversichert. Gerade dieser Faktor spielt mit steigendem Alter und bei zunehmenden Vorerkrankungen eine entscheidende Rolle. Durch den Abschluss einer Anwartschaft kann zusätzlich das Eintrittsalter gesichert werden. Bei einem Unternehmenswechsel ist jederzeit eine Fortführung des Vertrages bei Ausscheiden aus der Firma auf Einzelversicherungsbasis möglich. Dies ist wichtig zu wissen, denn eine betriebliche Krankenversicherung stellt immer eine Gruppenversicherung dar, die entweder für die gesamte Belegschaft oder aber für eine ausgewählte Gruppe abgeschlossen wird. Hierdurch sind die Beiträge meist erheblich günstiger als dies bei einer individuell abgeschlossenen Versicherung der Fall ist. Auf diese Weise können auch Personen mit Beeinträchtigungen in den Genuss einer privaten Zusatzversicherung kommen. Zudem wird die betriebliche Krankenversicherung steuerlich gefördert bzw. lässt sich zu einem bestimmten Grad von der Steuer absetzen. Der größte Vorteil für Unternehmen: Diese können die bKV als eine Art Lohnerhöhung in Form eines Sachwertes sehen– eine sinnvolle Alternative zu Gehaltserhöhungen.

Vorsprung im Wettbewerb um qualifiziertes Fachpersonal. Arbeitgeber sichern sich mit diesem Instrument eine langfristige Bindung ihrer qualifizierten Mitarbeiter und erhöhen somit deutlich ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Und sie stellenmit diesem Modell auch die Kostenübernahme auch bei laufenden Behandlungen ihrer Mitarbeiter sicher. Dies hat erhebliche Relevanz bei einem Versicherungswechsel. Zudem wird die optimale Betreuung während der Vertragszeit durch eine laufende Vergütung gefördert. Hierdurch kann ein aufwändiger Versicherungswechsel vermieden werden. Versicherungsberater können mit diesen Argumenten punkten, besagt doch eine aktuelle Studie der Health Care Monetoring (Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics AG), dass jeder zweite GKV-Versicherte (46 %) einen Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung in Betracht ziehen würde, wenn er entsprechend darüber informiert würde.

**Fazit

**Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Absicherung wird aufgrund der weiter steigenden Beitragssätze und den Leistungskürzungen in der GKV wachsen. Mit einer bKV bieten Versicherer eine deutliche Risikominimierung, einheitliche und verständliche Zeichnungskriterien sowie Unabhängigkeit von bestehenden Tarifen aufgrund eines eigenen Risikokollektivs. Zudem sind die Deckungskonzepte der Versicherer ohne Altersrückstellungen und mit altersunabhängigen Unisexbeiträgen kalkuliert.

(Dietmar Kern)

Betriebliche Kranken(zusatz)versicherung - Printausgabe 03/2013