Die neuen Unisex PKV-Tarife

07.02.2013

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Die Unisex-Welt wird nun auch in der Privaten Krankenversicherung umgesetzt. Die Nürnberger Krankenversicherung nutzt dies als Chance neben der Neukalkulation der Tarife eine Reihe von Verbesserungen in den Leistungen einzuführen.

(fw/db) Die Nürnberger Krankenversicherung AG (NKV) meldet, dass mit der Umstellung auf die Unisex-Kalkulation ihre Angebotspalette optimiert. Die meistverkauften Vollversicherungstarife warten jetzt mit erweiterten Leistungen auf. Ergänzungstarife sind noch besser auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmt.

Im Luxustarif TOP werden die Leistungen bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte erstattet. Zuvor war die Erstattung auf den 2,3-fachen Satz beschränkt. Die NKV ersetzt jetzt auch alle im Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker aufgeführten Leistungen bis zum Höchstsatz. Bisher mussten die Differenzleistungen über einen Zusatzbaustein eingeschlossen werden. Für ambulante Psychotherapie werden ab sofort bis zu 50 Sitzungen pro Jahr erstattet.

Die Selbstbehalte für Kinder und Jugendliche sind nun nur noch halb so hoch wie die für Erwachsene. Weitere Verbesserungen betreffen zum Beispiel den Hilfsmittelkatalog, Vorsorgeuntersuchungen und das Rooming-in.

Der Hausarzttarif für Preisbewusste (HAT) wurde in vergleichbarer Weise ausgestattet. Er enthält jetzt sämtliche vom PKV-Verband empfohlenen Leistungen.

Im neuen Premiumergänzungstarif (PEG) hat die NKV Merkmale gebündelt, die bisher in mehreren Tarifen enthalten waren. Er sieht unter anderem Leistungen für Zahnersatz, Sehhilfen und Behandlungen durch Heilpraktiker vor, ersetzt die Krankenhauszuzahlung und beinhaltet einen Auslandsschutz.

Neugeordnet wurden die stationären Zusatztarife. S1 und S2 heißen jetzt die Angebote für Kunden in der Krankenvollversicherung. Die Tarife SG1 und SG2 richten sich an gesetzlich Versicherte, die eine komfortable Unterbringung im Krankenhaus und Chefarztbehandlung wünschen.

Die Nachfrage bei Arbeitnehmern nach einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) nimmt stetig zu. Die NKV erweitert als Konsequenz hier das Produktangebot um einen stationären Zusatztarif (SG2A) mit einem einheitlichen Beitrag für die Eintrittsalter von 16 bis 67 Jahren.

Der Rechungszins für die Unisex-Tarife beläuft sich nun auf 2,75 Prozent. Die NKV folgt damit der Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung.

Dietmar Braun, Redakteur finanzwelt

Nürnberger Krankenversicherung AG