GDV fordert flexible Frauenquote

07.02.2013

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Frauen würden auch bei flexiblen Quoten in Führungspositionen aufsteigen, meint der Spitzenverband der deutschen Assekuranz. Immer mehr Frauen würden Führungspositionen über ihre Qualifikation erreichen, diesen positiven Trend gelte es zu verstärken und unternehmensspezifisch zu fördern.

(fw/db) Festgelegte Quoten sollen den Anteil der Frauen in Führungsgremien großer Unternehmen erhöhen. So plant es die EU-Kommission. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) meldet, die Branche sei davon überzeugt, dass zur Stärkung der Wirtschaft keine starren Quoten erforderlich sind.

Eine flexible, von den Unternehmen selbst gesetzte Quote sei besser geeignet, Frauen für Führungspositionen zu fördern und gleichzeitig auf unternehmens- und branchenspezifische Bedürfnisse sowie aufsichtsrechtliche Vorgaben Rücksicht zu nehmen. So haben deutsche Versicherungsunternehmen bereits entsprechende, freiwillige Maßnahmen ergriffen, die auch erfolgreich sind, innerhalb der DAX 30-Initiative, aber auch darüber hinaus bei mittleren und kleineren Versicherungsunternehmen.

Mehr Bürokratie durch geplante EU-Richtlinie

Die Qualifikation der betreffenden Person - egal, ob Frau oder Mann - muss bei der Besetzung von Führungspositionen das entscheidende Kriterium bleiben. Darüber hinaus würde der Vorschlag für eine Richtlinie von der EU-Kommission zu einer unverhältnismäßigen Bürokratisierung bei den Berichtspflichten der Unternehmen führen.

Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV)