GDV: Unwetter verdoppeln KFZ-Schäden
07.02.2013

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Bei der Präsentation der GDV-Schadenbilanz 2011 heute in der Hauptstadt zeigte sich, dass sich die Unwetterschäden an Autos sich mehr als verdoppelt haben. Eine denkbare Konsequenz aus Sicht der Kunden ist, dass nicht die Prämien in der Kraftfahrtversicherung entscheidend sind, sondern die richtige Absicherung der Risiken.
(fw/db) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat heute die aktuelle Statistik und Kraftfahrt-Schadensbilanz 2011 in der Hauptstadt Berlin vorgestellt. Der Bericht liefert interessante Zahlen und unterstreicht die Notwendigkeit von individueller Beratung und richtige Absicherung der Risiken rund um die Kraftfahrtversicherung.
Die Zahl der Unwetterschäden an Kraftfahrzeugen ist im Jahr 2011 sprunghaft angestiegen: um fast 120 Prozent. Für 344.000 Sturm-, Hagel- und Blitzschäden zahlten die Kaskoversicherer 690 Millionen Euro an ihre Kunden. Nach 2008 ist das die höchste Entschädigungsleistung in den letzten 10 Jahren.
Den größten Schaden mit 170 Millionen Euro richtete Sturmtief "Frank" am 11. September 2011 im Zulassungsbezirk Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt an. Fast jedes dritte dort kaskoversicherte Fahrzeug war betroffen. Neben den Schäden an Pkw wurden im Jahr 2011 noch rund 37.000 Sturm-, Hagel- und Blitzschäden an weiteren Kraftfahrzeugen, wie beispielsweise Last- und Lieferwagen, gemeldet. Für alle Schäden zusammen zahlten die deutschen Kraftfahrtversicherer rund 790 Millionen Euro an ihre Kunden.
Häufigster Schaden bei Pkw: Glasbruch
Im Ranking der häufigsten Teilkaskoschäden an Pkw steht Glasbruch weiterhin mit großem Abstand auf Platz 1. Rund 1,2 Milliarden Euro zahlten die Kraftfahrtversicherer für diese Schäden. Aufgrund zahlreicher Unwetter im Jahr 2011 rücken diesmal Sturm-, Hagel- und Blitzschäden auf den 2. Platz vor. Die Zahl der Wildschäden ist in 2011 um 3 Prozent zurückgegangen und liegt damit auf Platz 3. Die Leistungen umfassen aber immer noch über 500 Millionen Euro. Auf Platz 4 und 5 folgen Schäden durch Marderbisse und durch Diebstahl von z. B. Radio- und Navigationsgeräten.
Was leisten Voll- und Teilkaskoversicherung wirklich?
Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch die oben genannten Schäden entstehen, zahlt die Teilkaskoversicherung. Eine Umstufung in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) erfolgt in der Teilkaskoversicherung nicht. Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, hat die Schäden der Teilkaskoversicherung automatisch mitversichert. Nach einem Schaden sollte der Versicherer umgehend informiert werden. Für eine schnelle Schadenbearbeitung ist es hilfreich, digitale Fotos des beschädigten Fahrzeuges zu machen und diese bei der Versicherung einzureichen.
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