Generali erwartet mehr Gewinn
07.02.2013

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Die Generali Deutschland hat in den ersten neun Monaten 2012 das Konzernergebnis auf 340 Millionen Euro gesteigert. Die gebuchten Bruttoprämien stiegen um 3,8 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Die Schaden-Kostenquote hat sich von 95,9 auf 95,2 Prozent verbessert.
(fw/db) Die Generali Deutschland Gruppe meldet im Neunmonatsbericht 2012 eine zweistellige Steigerung im Konzernergebnis von 302 auf 340 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die zweitgrößte Erstversicherungsgruppe im deutschen Markt bleibt auf Erfolgskurs.
Zur Generali Deutschland Gruppe gehören unter anderem die Generali Versicherung AG, die Aachen Münchener (AMV), die Cosmos Direkt und die Central Krankenversicherung AG.
Zum 30. September 2012 hat der Konzern im Versicherungsgeschäft weiter zugelegt: Die Gesamtbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft konnten um 3,8 Prozent auf 12.507 Millionen Euro gesteigert werden.
Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 36,9 Prozent auf von 1.991 auf 2.726 Millionen Euro.
"Das gute Ergebnis der ersten neun Monate 2012 beweist erneut die Leistungsstärke und Solidität der Generali Deutschland Gruppe. Dank unserer klaren strategischen Ausrichtung und unserer Vertriebsstärke sind wir hervorragend aufgestellt, um unsere Ziele für 2012 auch unter den für die Branche widrigen Rahmenbedingungen zu erreichen", sagte Dietmar Meister, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland Holding.
Lebens- und Krankenversicherung robust
Die Lebensversicherer der Gruppe erzielten im selbst abgeschlossenen Geschäft zum 30. September 2012 Gesamtbeiträge inklusive der Sparanteile und Beiträge aus Investmentverträgen von 8.128 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im Leben-Neugeschäft sank der Neuzugang gegen laufende Beiträge von 539 auf 524 Millionen Euro, das Einmalbeitragsneugeschäft wuchs von 1.996 auf 2.290 Millionen Euro. Insgesamt resultierte daraus ein um 2,0 Prozent auf 753 Millionen Euro gestiegenes Neugeschäft in Annual Premium Equivalent (APE).
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass in der Lebensversicherung mit Blick auf langfristige Geldanlagen nach wie vor eine Zurückhaltung vieler Kunden spürbar ist.
"Hier ist die Politik aufgefordert, stabilere Rahmenbedingungen und ein Umfeld zu schaffen, das die zwingend erforderliche private Vorsorge des Einzelnen für das Alter hinreichend fördert", fordert Meister.
Die Geschäftsentwicklung in der Krankenversicherung war weiterhin vor allem durch die strategische Entscheidung der Central, sich auf das qualitativ hochwertige PKV-Geschäft zu fokussieren beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Beitragseinnahmen leicht um 2,2 Prozent auf 1.700 Millionen Euro.
Schaden- und Unfallversicherer mit starkem Zuwachs
Die Schaden- und Unfallversicherer der Generali Deutschland wuchsen laut dem Neunmonatsbericht 2012 kräftig. Dank der starken Vertriebskraft der Gruppe steigerten sie ihre gebuchten Beiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um 7,4 Prozent auf 2.682 Millionen Euro. Die erfolgreiche Einführung neuer Produkte trug maßgeblich zum Geschäftserfolg bei.
Der gestiegene Versicherungsbestand sowie höhere Belastungen aus Elementar- und Großschäden führten zu höheren Schadenaufwendungen in den ersten drei Quartalen 2012, so dass die Leistungen von 1.457 auf 1.604 Millionen Euro anstiegen. Aufgrund der positiven Beitragsentwicklung und eines aktiven Schadenmanagements konnte die Combined Ratio von 95,9 auf 95,2 Prozent abgesenkt werden.
Kapitalanlageergebnis verbessert
Die Staatsschuldenkrise hinterlässt weiterhin ihre Spuren an den Finanzmärkten und in der Assekuranz. Die Generali Deutschland konnte die Erträge aus Kapitalanlagen zum 30.09.2012 um 36,9 Prozent von 1,991 auf 2.726 Millionen Euro steigern.
"Mit dem Ergebnis unserer Kapitalanlage können wir unter den aktuellen Bedingungen durchaus zufrieden sein. Trotz volatiler Märkte haben wir die Erträge deutlich gesteigert. Gleichzeitig haben wir den Anteil von risikobehafteten Staatsanleihen - insbesondere von Peripherieländern - in unserem Portfolio weiter konsequent reduziert. Die Sicherheit der Kundengelder hat für uns höchste Priorität", so Dr. Torsten Utecht, Finanzvorstand der Generali Deutschland Holding.
Bei der Neuanlage konzentriert sich die Gruppe weiterhin auf europäische pfandbriefähnliche Papiere, Unternehmensanleihen und vergleichbar sichere Kapitalanlagen, um bei geringem Risiko bestmögliche Renditen für ihre Kunden zu erzielen.
Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2012 wird nach Erwartung des Konzerns bei über 410 Millionen Euro liegen.
DVAG bleibt wichtigster Vertriebsweg
Das Geschäftsmodell des Konzerns mit seiner Marken- und Vertriebswegevielfalt, die intensive Nutzung der Vorteile eines starken Unternehmensverbunds und vor allem die langjährige strategische Vertriebspartnerschaft mit der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) und ihren mehr als 37.000 Vermögensberatern bilden, laut der Konzernleitung, die Grundlage für eine nachhaltige und erfolgreiche Entwicklung der Generali Deutschland Gruppe.

Exklusiv
Nachgefragt bei Martin Justen, Zurich Gruppe Deutschland









