GKV: Kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern steht in Frage
24.03.2026

Foto: © golovianko - stock.adobe.com
Die mögliche Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung sorgt für politische Spannungen und könnte Millionen Haushalte finanziell belasten. Die Bundesregierung prüft Medienberichten zufolge tiefgreifende Änderungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Im Fokus steht die bislang kostenfreie Mitversicherung von Ehepartnern ohne eigenes oder mit geringem Einkommen. Dieses Modell gilt seit Jahren als sozialpolitische Stütze für Familien, könnte aber bald eingeschränkt werden.
Hintergrund sind wachsende Finanzprobleme der gesetzlichen Kassen. Experten rechnen ab 2027 mit einer milliardenschweren Lücke. Die diskutierte Reform sieht vor, dass bislang beitragsfrei Mitversicherte künftig einen eigenen Mindestbeitrag zahlen müssen. Im Gespräch ist ein Betrag von rund 225 Euro monatlich. Ausnahmen könnten jedoch für Eltern kleiner Kinder oder pflegende Angehörige gelten.
Ökonomen begrüßen die Überlegungen, da sie zusätzliche Einnahmen schaffen und Anreize für eine stärkere Erwerbstätigkeit setzen könnten.
Kritik kommt vor allem von Gewerkschaften. Sie warnen vor einer einseitigen Belastung von Familien, insbesondere von Frauen, die häufiger unbezahlte Pflege- und Erziehungsarbeit leisten. Die Debatte dürfte damit zu einem zentralen Streitpunkt der anstehenden Gesundheitsreform werden. (mho)

GDV zur Reform der privaten Altersvorsorge









