Global Venture Capital Report 2025:
30.01.2026

Ulrike Hinrichs, Vorstandssprecherin des BVK. Foto: © Die Hoffotografen
Nach zwei herausfordernden Jahren zeigt der globale VC-Markt 2025 ein deutliches Comeback: Das weltweite Investitionsvolumen steigt auf USD 469 Mrd., ein Plus von 47 % gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt der aktuelle Global Venture Capital Report 2025 des Bundesverbandes Beteiligungskapital (BVK), der die Marktentwicklung im vergangenen Jahr beleuchtet.
Die Studie analysiert die weltweite Entwicklung der Venture Capital (VC)-Märkte und ordnet zentrale Investitions-, Exit- und Regionaltrends ein. Ergänzt wird der Report durch Gastbeiträge von Noerr zu regulatorischen Rahmenbedingungen sowie von Deutsche Bank Research zum Deutschlandfonds als Instrument zur Mobilisierung privaten Kapitals.
Besonders das vierte Quartal 2025 markiert mit dem höchsten Investitionsniveau seit Anfang 2022 eine klare Trendwende. Wachstumstreiber bleibt vor allem Künstliche Intelligenz: Rund jede zweite VC-Investition entfällt auf KI-nahe Geschäftsmodelle.
Gleichzeitig setzt sich der strukturelle Wandel im Markt fort. Die Zahl der Transaktionen sinkt weiter, während sich Kapital zunehmend auf größere Finanzierungsrunden konzentriert. Mega-Rounds machen rund zwei Drittel des globalen Investitionsvolumens aus – ein Zeichen für einen stärker fokussierten, selektiveren Markt.
Auch die Exit-Märkte zeigen erste Erholungstendenzen. IPO-Aktivitäten nehmen wieder zu, bleiben jedoch unter früheren Höchstständen. M&A bleibt der dominante Exit-Kanal, während Secondary-Märkte weiter an Bedeutung gewinnen und zusätzliche Liquiditätsoptionen schaffen.
„Die Rückkehr größerer Finanzierungsrunden und eine vorsichtige Öffnung der Exit-Märkte zeigen, dass sich das Venture Capital-Ökosystem stabilisiert – allerdings unter deutlich disziplinierteren Marktbedingungen“, sagt Ulrike Hinrichs, Vorstandssprecherin des BVK.
In Europa wächst das VC-Investitionsvolumen 2025 um rund 18 %, dennoch sinkt der Anteil am globalen Markt auf 14 %. Großbritannien liegt weiterhin vor Frankreich und Deutschland. Für 2026 erwartet der Report weiteres Wachstum und sieht Aufholpotenzial für Europa – vorausgesetzt, strukturelle Reformen und gezielte Förderinitiativen greifen. (mho)

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