Hiscox Cyber Readiness Report 2026

15.09.2026

„Viele deutsche KMU sind für Cyber-Risiken sensibilisiert und investieren in Absicherung. Ein erfolgreicher Angriff kann dennoch schnell existenziell werden. Im Ernstfall zählen vor allem Liquidität, Geschäftsbetrieb und schnelle Unterstützung. Eine vollwertige Standalone-Cyber-Versicherung kann finanzielle Schäden abfedern und Unternehmen mit Expertenhilfe durch den Vorfall begleiten“, sagt Klemens Lemke, Underwriting Manager Cyber bei Hiscox.

Die meisten deutschen KMU stärken ihre Cyber-Resilienz: 97 % ergreifen entsprechende Maßnahmen. Am häufigsten investieren sie in aktualisierte Security-Trainings (65 %), zusätzliches Personal (59 %) und Software (55 %). Das Budget bleibt jedoch oft knapp: 58 % geben jährlich weniger als rund 8.700 Euro (10.000 US-Dollar) aus, 12 % investieren gar nichts. Zwischen Problembewusstsein und finanzieller Ausstattung bleibt damit eine Lücke.

Hinzu kommt, dass Künstliche Intelligenz die Risikolage weiter verschärfen dürfte. Als größte KI-bezogene Bedrohungen in den kommenden fünf Jahren nennen deutsche KMU Data Poisoning (45 %), Schwachstellen durch Dritt-KI-Tools wie ChatGPT (44 %), eine zu große Abhängigkeit von KI beziehungsweise nachlassende menschliche Kontrolle (43 %) sowie das Risiko, dass KI die Kontrolle über Unternehmensdaten übernimmt (43 %). Für Unternehmen wächst damit der Druck, Cyber-Risiken technisch, strategisch und organisatorisch zu adressieren. (mho)

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