Lebensversicherer trotz Niedrigzins-Politik stabil

07.02.2013

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Die Bayerische hält Überschussbeteiligung 2013 stabil – Gesamtverzinsung bleibt bei 4,3 Prozent. Damit liegt das Unternehmen knapp hinter dem Marktführer Allianz der eine Gesamtverzinsung von 4,2 Prozent für 2013 meldet. Wie lange der Staat eine Politik gegen Vorsorgesparer durchhält bleibt spannend. Die Branche der Lebensversicherer reagiert mit Augenmaß und stärkt das Vertrauen ihrer Kunden in die auch volkswirtschaftlich wichtige biometrische Lösung Lebensversicherung.

(fw/db) Die Versicherungsgruppe die Bayerische, bisher bekannt unter BBV - Bayerische Beamten Versicherung, meldet ihre Überschussbeteiligung stabil halten zu wollen. Die Lebensversicherungs-Tochter Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung AG hält die Verzinsung für das Jahr 2013 unverändert bei 3,8 Prozent. Zusammen mit dem Schlussgewinnanteil sowie der Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven bietet die Bayerische ihren Kunden eine Gesamtverzinsung von bis zu 4,3 Prozent, die damit ebenfalls genauso hoch ausfällt wie im ablaufenden Geschäftsjahr 2012.

"Das ist eine deutlich über dem Kapitalmarkt liegende Gesamtverzinsung", sagt Dr. Herbert Schneidemann, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen. "Die sehr gute Entwicklung unseres Unternehmens auch im Bereich der Kapitalanlagen ermöglicht es uns, unseren Kunden weiterhin eine überaus attraktive Rendite zu bieten. Wir sind von der Notwendigkeit und von der Sinnhaftigkeit privater Vorsorge überzeugt. Die beste Form insbesondere für das Alter vorzusorgen bleibt nach unserer Überzeugung die private Rentenversicherung und dies wird auch durch die gute Verzinsung und insbesondere die Verlässlichkeit und Sicherheit der gebotenen Leistungen deutlich."

Die deutschen Lebensversicherer insgesamt hatten ihren Blick natürlich auch auf den Marktführer Allianz Deutschland AG gerichtet, der gestern seine neue Überschussbeteiligung bekannt gab. Die rund zehn Millionen Kunden der Allianz Lebensversicherung müssen im kommenden Jahr 2013 zwar einen Rückgang der Überschussbeteiligung um 0,3 Prozentpunkte hinnehmen, unterm Strich bleibt aber eine satte Gesamtverzinsung von 4,2 Prozent, was in der aktuellen Phase von Niedrigzinsen am Kapitalmarkt eine beachtliche Leistung darstellt.

Die deutschen Lebensversicherer erweisen sich als stabil, obwohl die Politik versucht den Abbau der Staatsschulden und die Lösung der Eurokrise auf dem Rücken der Sparer und Vorsorgesparer mit Niedrigzinsen abzuwickeln. Spannend bleibt, wie lange eine Politik gegen die Sparer und Bürger mit einer privaten Altersvorsore, in Zeiten von Wahlkämpfen, von den Politikern noch durchzuhalten ist.

Die Lebensversicherer werden sich zunehmend von Staatsanleihen als Kapitalanlage abwenden.

"Wir können unseren Kunden nur Erträge gutschreiben, die wir auch erhalten", erläutert Dr. Alf Neumann, Produktvorstand Allianz Leben. In Zukunft wolle der Versicherer daher das Anlageverhalten ändern. "Wir investieren nicht in Staatsanleihen, sondern mehr in Infrastrukturprojekte und Unternehmensanleihen", kündigt Neumann an.

Allianz Deutschland AG

Versicherungsgruppe die Bayerische