Studie: Betriebliche Krankenversicherung beliebt

07.02.2013

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der deutschen Unternehmen arbeitgeberfinanzierte Leistungen als sehr gutes Mittel zur Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung einschätzen.

(fw/db) Eine aktuelle Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der CSS Versicherung AG zeigt, dass Unternehmen bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern auf neue Ansätze zurückgreifen. Ein Großteil der befragten Unternehmer schätzt eine arbeitgeberfinanzierte Lösung als wichtiges Mittel für die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern ein.

Die Studie zeigt auch, dass die meisten deutschen Unternehmen bisher noch keine betriebliche Krankenversicherung (bKV) als Teil des [betrieblichen Versorgungssystem](http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebliche_Versorgungssysteme "Link zu Wikipedia "Betriebliche Versorgungssysteme"") haben. Das Potenzial im Segment "Krankenzusatzversicherungen für das gesamte Unternehmen" sei vorhanden.

Neue Wege in der Nachwuchsgewinnung

Im "Kampf um talentierte Nachwuchskräfte" müssen sich Unternehmen auf neue Ansätze zur Mitarbeitergewinnung und -bindung einstellen. Der Kampf um hochqualifizierten Nachwuchs ist das Thema für Unternehmen. In der aktuellen Forsa-Umfrage wurden 250 Unternehmen ab einer Mitarbeiterzahl von 500 in ganz Deutschland befragt.

75 Prozent der Unternehmer sehen Leistungen wie Zusatzversicherungen für den krankheitsfall als ein wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung. Arbeitgeberfinanzierte Leistungen, wie beispielsweise eine Zusatzpolice für die Krankenversicherung der Arbeitnehmer, werden als Instrument zur Bindung und Gewinnung von Mitarbeitern als äußerst wichtig angesehen.

67 Prozent der Befragten benennen arbeitgeberfinanzierte Leistungen sogar als wichtiges Instrument für das Recruiting neuer Mitarbeiter.

Die Motivation der Belegschaft sei ein entscheidender Faktor, um die Fluktuation gering zu halten. 66 Prozent der Befragten stufen Leistungen, die der Arbeitgeber bezahlt, als sehr gut zur Motivation der Angestellten ein.

Arbeitgeberfinanzierte Leistungen spielen vor allem bei der Auswahl des Arbeitsplatzes durch potentielle Bewerber eine wichtige Rolle. Mit 53 Prozent, sieht jedes Zweite der befragten Unternehmen ein arbeitgeberfinanziertes Angebot, wie eine Krankenzusatzversicherung, als sehr wichtig an.

Dabei zeigt sich, dass dies insbesondere bei den größeren Unternehmen ab 5.000 Mitarbeitern von 61 Prozent als bedeutend gesehen wird.

Sachleistungen wichtiger als Gehaltserhöhungen

Während Gehaltserhöhungen für Unternehmen immer mit einer erhöhten Belastung durch die sogenannten Lohnnebenkosten einhergehen, sind Sachleistungen "günstiger" für Unternehmen und die Mitarbeiter.

83 Prozent der Unternehmer geben an, dass eine Sachzuweisung gegenüber einer Gehaltserhöhung finanziell weniger aufwändig sei (bei einer Sachzuwendung von 44 Euro). Bei Unternehmen über 5.000 Mitarbeitern bestätigen das sogar 89 Prozent der Befragten.

Betriebliche Zusatzversicherung hat Potential

Die Mehrheit der befragten Unternehmen hat noch keine betriebliche Krankenzusatzversicherung. Nur 11 Prozent stellen, laut der Fora-Studie, ihren Mitarbeitern derzeit Sachleistungen in Form einer betrieblichen Krankenzusatzversicherung zur Verfügung.

Das Interesse für ein Angebot, das das gesamte Unternehmen absichert, ist vorhanden. Rund ein Viertel der Befragten kann sich vorstellen, seinen Mitarbeitern eine Krankenzusatzversicherung für ambulante und stationäre Leistungen, inklusive Ausfallschutz für Schlüsselpositionen und Wiedereingliederungsprogramm, anzubieten.

CSS Versicherung AG