UBS Global Asset Management: Pluspunkte für die Schwellenländer

07.02.2013

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Ein Marktkommentar von Uta Fehm, Portfoliomanagerin bei UBS Global Asset Management.

(fw/ah) Die Staatsverschuldung der Emerging Markets liegt gemessen am Anteil des Bruttoinlandsproduktes deutlich unter derjenigen der Industrienationen. Während dort die Staatsschuld in den letzten drei Jahren rapide stieg, blieb die Verschuldung in den Schwellenländern nahezu unverändert auf niedrigem Niveau.

Die Aussichten für die Schwellenländer sind weiterhin gut: Zu einer stabilen Exportnachfrage kommt in verstärktem Maße ein robuster Binnenkonsum als Wachstumstreiber hinzu. Die Staatsfinanzen vieler Schwellenländer sind derzeit in besserer Verfassung als die vieler Industriestaaten. So liegt die Staatsverschuldung der Emerging Markets im Schnitt deutlich unter dem Schuldenstand der Industriestaaten. "Während in den Industrienationen in diesem Jahr die Schulden im Durchschnitt auf deutlich mehr als 100 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen dürften, bleiben sie in den Schwellenländern relativ konstant bei 40 bis 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes", erklärt Uta Fehm, Portfoliomanagerin bei UBS Global Asset Management.

Die Fundamentaldaten in den meisten Schwellenländern stimmen: "Die Volkswirtschaften sind gesund, die Exportnachfrage und in immer stärkerem Maße auch der Binnenkonsum tragen zum wirtschaftlichen Aufschwung in diesen Ländern bei", so Fehm weiter. Das locke verstärkt ausländische Investoren an, die als Kapitalgeber Staatsanleihen zeichneten. Anleger schätzten unter anderem das inzwischen überschaubare Kreditrisiko. Außerdem erlaube das gewachsene Angebot an Schwellenländeranleihen Investoren mittlerweile auch eine bessere regionale Diversifikation. "Da die Schuldendynamik besser ist als in vielen Industrieländern, die Währungen aber oft noch unterbewertet sind und es relativ hohe Realzinsen auf den lokalen Anleihemärkten gibt, dürften die Schwellenländer für Anleger weiterhin attraktive Perspektiven bieten", erwartet Fehm.