Vienna Insurance Group erhöht Gewinn
07.02.2013

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Der österreichische Versicherungskonzern Vienna Insurance Group kann die Spitzenposition in Ost- und Mitteleuropa im ersten Halbjahr 2012 kräftig ausbauen. Auch in Deutschland ist der internationale Versicherer mit der Marke InterRisk sehr erfolgreich im Maklermarkt unterwegs
(fw/db) Vienna Insurance Group (VIG) meldet für das erste Halbjahr 2012 in Wien einen Gewinnanstieg in Ost- und Mitteleuropa (CEE) um 13,6 Prozent. Gleichzeitig gelang es dem internationalen Versicherer die Combined Ratio auf auskömmliche 96,6 Prozent zu senken.
"Auch im laufenden Geschäftsjahr gelingt es der Vienna Insurance Group in einem schwierigen Marktumfeld konsequent das Ergebnis zu erhöhen", kommentiert Dr. Peter Hagen, Vorstandsvorsitzender und CEO der Vienna Insurance Group das Ergebnis. "Mit einem Anstieg des Gewinns um fast 7 Prozent liegen wir voll in unserem Ziel, Volatilitäten gering zu halten und die Ertragskraft nachhaltig zu steigern. Besonders erfreulich daran: Der Gewinn aus der CEE-Region ist um mehr als 13 Prozent gewachsen. Dies beweist einmal mehr die Richtigkeit unserer Strategie als größter, internationaler Versicherungskonzern in dieser Region."
Die Vienna Insurance Group erzielte im 1. Halbjahr 2012 nach IFRS-Zahlen insgesamt 5,3 Milliarden. Euro verrechnete (konsolidierte) Prämien und damit ein Plus von 11,7 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Konzerngewinn vor Steuern stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,9 Prozent. auf 301,7 Millionen. Euro. Ein noch stärkerer Anstieg wurde beim Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten erzielt, dieser wuchs um 7,5 Prozent auf 231,3 Millionen Euro.
Die Combined Ratio des Konzerns konnte im 1. Halbjahr 2012 auf ausgezeichnete 96,6 Prozent gesenkt werden und lag damit sehr deutlich unter 100 Prozent.
Die Kapitalanlagen einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 30. Juni 2012 konzernweit 29,1 Milliarden Euro. Das Finanzergebnis wurde um 4,9 Prozent auf insgesamt 581,4 Millionen Euro gesteigert.
Im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung wurden insgesamt Prämien von 2,6 Milliarden Euro verrechnet, das entspricht einem Zuwachs von 2,4 Prozent. Die Konzerngesellschaften der VIG erwirtschafteten im Segment Leben Prämien von 2,5 Milliarden Euro und damit ein Plus von 24,1 Prozent, das insbesondere durch das starke Wachstum in Polen getragen wurde. In der Sparte Krankenversicherung verzeichnete die Vienna Insurance Group mit verrechneten Prämien von 194,2 Millionen Euro eine Steigerung von 7,5 Prozent.
Plus am Heimatmarkt Österreich
Die Konzerngesellschaften der VIG erzielten am Heimatmarkt in Österreich verrechnete Prämien in Höhe von rund 2,3 Milliarden Euro und damit ein Plus von 4,5 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die verrechneten Prämien um 11,3 Prozent auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung wurde ein Rückgang der Prämien von 2,2 Prozent auf insgesamt 999,4 Millionen Euro verzeichnet. Der Gewinn stieg um drei Prozent auf 144,3 Millionen Euro. Die Combined Ratio lag bei sehr guten 93,5 Prozent.
Nummer 1 in Tschechien
Die Konzerngesellschaften in der Tschechischen Republik erzielten Bruttoprämien in Höhe von 927,8 Millionen Euro. Im Bereich Nicht-Leben betrugen die verrechneten Prämien 523,5 Millionen Euro. In der Lebensversicherung wurden verrechnete Prämien von insgesamt 404,2 Millionen Euro erzielt.
In der Tschechischen Republik sind die Konzerngesellschaften der VIG mit einem Marktanteil von 30,2 Prozent die Nummer 1 am Versicherungsmarkt. Der Gewinn erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,7 Prozent auf 92,9 Millionen Euro. Die Combined Ratio lag bei sehr guten 93,9 Prozent.
Marktführer in der Slowakei
Die Konzerngesellschaften in der Slowakei steigerten die verrechneten Prämien um 5,6 Prozent auf 358,1 Millionen Euro. Mit einem Plus von 2,8 Prozent wurden im Segment Nicht-Leben verrechnete Prämien von 176,0 Millionen Euro erzielt. In der Lebensversicherung wurde ebenso ein Wachstum von 8,6 Prozent auf verrechnete Prämien von 182,1 Millionen Euro verzeichnet. Die Konzerngesellschaften der VIG festigten - mit einem Marktanteil von 34,1 Prozent - die Position als Nummer 1 auf dem slowakischen Versicherungsmarkt. Beim Gewinn wurde ein Anstieg um 2,6 Prozent auf 29,3 Millionen Euro verzeichnet. Die Combined Ratio lag bei 95,8 Prozent.
Fast Verdopplung des Umsatzes in Polen
Mit einer kräftigen Steigerung von 91,2 Prozent erwirtschafteten die Konzerngesellschaften der VIG auf dem polnischen Markt verrechnete Prämien von 952,2 Millionen Euro. Getrieben wurde dieses kräftige Prämienwachstum durch die starke Nachfrage in der Lebensversicherung - vorrangig im Einmalerlagsbereich über den Bankenvertrieb.
Im Segment Nicht-Leben wurden verrechnete Prämien von 302,4 Millionen Euro erzielt. Mit einem deutlichen Plus wurden in der Lebensversicherung verrechnete Prämien von 649,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Gewinn stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14,0 Prozent auf insgesamt 28,0 Millionen Euro. Die Combined Ratio konnte um rund 2 Prozent-Punkte erneut gesenkt werden und lag mit 98,0 Prozent weiter deutlich unter der 100-Prozent-Marke.
Marktführung in Rumänien gefestigt
Die rumänischen Konzerngesellschaften verzeichneten verrechnete Prämien von insgesamt 235,7 Millionen Euro und sind damit weiterhin die Nummer 1 auf dem Versicherungsmarkt.
Im Bereich Nicht-Leben wurde ein Rückgang der verrechneten Prämien auf 184,1 Millionen Euro - bedingt durch Umstrukturierungen des Portfolios - verzeichnet. In der Lebenssparte wuchsen die verrechneten Prämien um 2,1 Prozent auf 51,6 Millionen Euro. Im 1. Halbjahr 2012 wurde ein Verlust von 4,1 Millionen Euro ausgewiesen. Die Combined Ratio lag bei 110,4 Prozent.
In den übrigen Märkten zweistellig gewachsen
Das Segment Übrige Märkte umfasst die Länder Albanien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Mazedonien, Serbien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Georgien. In diesem Segment erzielten die Konzerngesellschaften der VIG verrechnete
Prämien von 477,3 Millionen Euro und damit ein kräftiges Plus von 16,3 Prozent. Im Bereich Nicht-Leben wurden mit einem Plus von 10,3 Prozent verrechnete Prämien von 298,2 Millionen Euro erzielt. In der Lebensversicherung war eine Steigerung von 28,0 Prozent auf verrechnete Prämien von 179,1 Millionen Euro zu verzeichnen. Der Gewinn belief sich auf 11,4 Millionen Euro. Die Combined Ratio lag bei knapp über 100 Prozent.
Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2012
Im Jahr 2012 liegt das Augenmerk nach Konzernangaben vor allem darauf, das organische Wachstum weiter zu forcieren. Es soll das Geschäft mit den bestehenden Gesellschaften ausgebaut werden.
Dies schließe Akquisitionen, die sich gut in das Versicherungsportfolio einfügen, nicht aus.
Die VIG habe sich vorgenommen, auch in den nächsten Jahren stärker als der Markt zu wachsen. Dabei sei das Management der VIG bestrebt, unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds, Volatilitäten möglichst gering zu halten. Die VIG überprüft im nationalen und internationalen Geschäft, wo noch aufgrund der Vorteile eines international agierenden Versicherer Einsparungspotentiale bestehen und wie diese bestmöglich genutzt werden können.

Exklusiv
Nachgefragt bei Martin Justen, Zurich Gruppe Deutschland









