Wüstenrot-Neugeschäft auf Rekordniveau

07.02.2013

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Die Nummer zwei unter den deutschen Bausparkassen konnte die Marktposition weiter ausbauen und festigen. Im Gesamtkonzern W&W AG sei der neue Vertriebs-Ansatz als Vorsorge-Spezialisten mit einer spartenübergreifenden Kompetenz die Ursache für das Rekordergebnis.

(fw/db) Der Stuttgarter Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) meldet ein gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2012, besonders in der Traditions-Sparte Bausparen sei der Konzern im Neugeschäft weiter vorangekommen. Fleißig wie die "Eichhörnchen" jagen die Stuttgarter dem Mitbewerber aus Schwäbisch Hall hinter her, der statt einem "Hörnchen-Duo" den "Fuchs" als Werbefigur hat.

Die von W&W verfolgte wertorientierte Wachstumsstrategie zahle sich bei der Bausparbank Wüstenrot aus. Zum insgesamt fünften Mal in Folge sei das eingelöste Netto-Neugeschäft gestiegen, diesmal um 3,4 Prozent auf die neue Bestmarke von 12,2 Milliarden Euro Bausparsumme. Nach eigenen Berechnungen konnte Wüstenrot den Marktanteil damit wieder leicht ausbauen. Das Brutto-Neugeschäft bewegte sich mit rund 15,3 Milliarden Euro auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Insgesamt konnte die Wüstenrot Bausparkasse, nach eigenen Angaben, damit ihre Position als Nummer 2 unter den deutschen Bausparkassen weiter festigen.

Der Erfolg im Bausparen resultiert aus der neuen Vertriebspositionierung als spartenübergreifende Vorsorgespezialisten von Wüstenrot. Die eigene Vertriebsorganisation habe mit einem Neugeschäftsanteil von deutlich über 50 Prozent traditionell am stärksten dazu beigetragen.

Darüber hinaus leisten zahlreiche Kooperationspartner wie Banken, Versicherungen und weitere Vertriebspartner einen überdurchschnittlichen Beitrag zu der positiven Entwicklung.

Allein die Commerzbank AG als größter Kooperationspartner erzielte bereits im zweiten vollständigen Jahr der Zusammenarbeit ein Volumen von knapp 2 Milliarden Euro und ein deutliches Stückzahlwachstum bei der Vermittlung von Bausparverträgen für Wüstenrot. Mit der Hypo-Vereinsbank (HVB) als Marke der UniCredit Bank AG und der Santander Consumer Bank AG zählen weitere große Banken zu den Partnern der ältesten deutschen Bausparkasse. Exklusive Vertriebsabkommen bestehen auch mit der Allianz / Oldenburgische Landesbank und der ERGO Versicherungsgruppe AG. Hinzu kommen Partnerschaften mit dem Deutschen Beamtenbund (dbb) und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

"Es zeigt sich, dass die Multikanalstrategie von Wüstenrot im Markt zunehmend erfolgreich ist. Das Potenzial an Kunden, welches wir mit unseren Angeboten erreichen können, ist auch 2012 durch neue Partnerschaften weiter gestiegen und beträgt deutlich über 40 Millionen Menschen. Dies stimmt uns für das Bausparjahr 2013 und darüber hinaus sehr optimistisch", erläutert Bernd Hertweck, Vertriebsvorstand von Wüstenrot die aktuelle Entwicklung.

Höhere Werthaltigkeit in der Baufinanzierung

In der Baufinanzierung hat der W&W-Konzern 2012 neue Kredite in Höhe von vier Milliarden Euro vermittelt (Vorjahr 4,4 Milliarden Euro). Dazu Vertriebsvorstand Hertweck: "Auch hier wurde sehr auf die höhere Werthaltigkeit des Geschäftes geachtet. Durch ertragsstärkere Angebote konnte die Profitabilität des Neugeschäfts deutlich gesteigert werden."

Schließlich verfügt Wüstenrot mit der Zuschussberatung für energetische Modernisierungen, der Zusammenarbeit mit Energie-Fachberatern und dem politischen Engagement in der Berliner Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) schon heute über eine hohe Expertise im Bereich der Renovierungs- und Modernisierungsfinanzierung als zentralem Wachstumsfeld der Baufinanzierung.

Migration der Allianz Dresdner Bausparkasse abgeschlossen

Zum Jahreswechsel 2012/13 konnte Wüstenrot zudem einen weiteren bedeutenden Schritt bei der Ausgestaltung einer kundenorientierten Organisation und der Vereinfachung von internen Abläufen gehen. Anfang Januar wurden die Systeme und Vertragsbestände der im Jahr 2010 erworbenen Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) erfolgreich auf die Wüstenrot-Systeme migriert. Damit ist es Wüstenrot zwei Jahre nach der Migration der ehemaligen Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) gelungen, innerhalb kürzester Zeit zwei mittelgroße Bausparkassen vollständig zu integrieren.

Dietmar Braun, Redakteur finanzwelt

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