Bankenbranche in Irland im Umbruch

07.02.2013

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Die irische Regierung will nach Angaben der Financial Times Deutschland die schwer angeschlagene und im Zuge der Finanzkrise verstaatlichte Anglo Irish Bank aufspalten und abwickeln. Das teilte das Finanzministerium mit.

(fw/ah) Die irischen Banken stecken noch immer in der Krise. Die Abhängigkeit vom Immobilienmarkt und eine schwächelnde Konjunktur drücken auf die Institute. Jetzt sollte die Strategie geändert werden. Investoren fühlen sich dennoch im Stich gelassen. "Die heutige Entscheidung der Regierung wird Sicherheit über die Zukunft von Anglo Irish Bank bringen", zitiert die FTD Finanzminister Brian Lenihan.

Die Kundeneinlagen sollen in eine neue Bank in Besitz des Finanzministeriums überführt werden. Dem neuen Institut sei es untersagt, Kreditgeschäfte zu tätigen. Die Pläne müssen von der Europäischen Kommission noch abgesegnet werden.

Anleger fürchten indes, die teure Sanierung des krisengeplagten irischen Bankensektors könnte das finanziell angeschlagene Irland überfordern. Allein die Sanierung von Anglo Irish dürfte nach derzeitigen Schätzungen der Regierung und des Bankmanagements 25 Mrd. Euro kosten. Erst vor Kurzem war Irland von Ratingagenturen herabgestuft worden.