Alle Augen gen Westen
30.04.2026

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Der Blick über den Atlantik gehört zum Alltag für Börsianer. Doch im anlaufenden Wonnemonat bekommt die Wall Street-Nation noch eine viel höhere Bedeutung: „Diesen Mai werden die globalen Finanzmärkte noch mehr von den USA geprägt werden als sonst“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck.
„Zum einen blicken alle nach Washington hinsichtlich einer Beilegung des Iran-Konflikts und bezüglich des zur Monatsmitte anstehenden, wohl folgenreichen Wechsels an der Fed-Spitze.“ Und weiter: „Die US-Notenbank wird unter Kevin Warsh wohl ihre Leitzinsen senken – im Gegensatz zur EZB, die noch vor dem Sommer auf einen Leitzinsschritt nach oben zuzusteuern scheint.“
Auch für die kommende Woche sieht Greil Amerika im Fokus: „Neben der anhaltend starken US-Quartalszahlensaison stehen kommende Woche besonders wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda.“ So folgen auf die Auftragseingänge für März am Montag tags darauf sowohl die Handelsbilanz für diesen Monat als auch der sehr wichtige „ISM“-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor. Und am Freitag kommen dann mit dem Arbeitsmarktbericht für April sowie dem vorläufigen Michigan-Verbrauchervertrauen für den Mai weitere ökonomische Schlüsselindikatoren. Zudem werden diese Woche – wie in anderen Regionen inklusive Deutschlands auch – die finalen S&P-Einkaufsmanagerindizes für den April bekanntgegeben.
Hier zu Lande werden auch noch die Auftragseingänge sowie die Handelsbilanz zuzüglich der Industrieproduktion im März publiziert. Und für den gesamten Euroraum stehen am Donnerstag auch die Einzelhandelsumsätze für diesen Monat an.
In Asien, wo am Mittwoch in China ein zusätzlicher Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex für April und die dortige Handelsbilanz für diesen Monat veröffentlicht wird, sei die Agenda dagegen deutlich dünner, so Greil abschließend. (fw)


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