ING IM: Ausblick für 2011 - Aktien bleiben lohnendes Investment
07.02.2013

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In der November-Kolumne von Ad van Tiggelen, Senior Investment Specialist, Investment Content Management bei ING Investment Management, Den Haag wird der Fokus auf die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen im kommenden Jahr gelegt. Ein Auszug aus dem Original-Kommentar.
"2011 werden die Finanzmärkte erneut mit alten Problemen und neuen Herausforderungen konfrontiert sein. Die alten Probleme sind gut bekannt: mangelnde Konsumnachfrage in den Industrieländern, hohe Staatsverschuldung und Disinflation. Das kräftige Wachstum in den Emerging Markets kompensiert dies zum Teil, aber das neue Gleichgewicht zwischen den USA & Co. einerseits und China & Co. andererseits ist labil, zumal die Gefahr von Währungskriegen und Protektionismus im Raum steht. 2011 besteht die größte Herausforderung darin, den Konsum in den Industrieländern anzukurbeln, ohne dass es dabei zu Schocks beim heiklen Austarierungsprozess für ein neues weltweites Gleichgewicht kommt.
Derzeit sprechen die Anleger hauptsächlich über die möglichen Auswirkungen einer weiteren quantitativen Lockerung (Gelddrucken, um Staatsanleihen zu kaufen). Der Einsatz von quantitativen Lockerungen ist symptomatisch für Industrieländer, die alle traditionellen Mittel ausgeschöpft haben und Neuland in der Wirtschaftspolitik betreten müssen. In der Medizin haben neu entwickelte Mittel häufig die Nebenwirkung, dass die Patienten, bei denen sie eingesetzt werden, nur die kurzfristigen Effekte sehen. Sie leben von Tag zu Tag. Ebendies spiegelte sich im Jahr 2010 eindeutig im Anlegerverhalten wider, das häufig zwischen Angst und Gier hin- und herwechselte.
In den kommenden Jahren könnte sich ein etwas kürzerer Anlagehorizont etablieren. Damit werden wir leben müssen, da das Risiko politischer Fehler weiterhin ungewöhnlich hoch ist. Dies spiegelt sich auch in den Bewertungen riskanter Papiere wider, die tendenziell weiterhin attraktiv sind und interessante Investmentchancen für 2011 bieten."
Den vollständigen Kommentar können Sie downloaden.

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