Makler vertrauen auf LVs „Made in Germany“

01.04.2013

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Kritik ist in Deutschland verbreiteter als Lob. So sehen in der aktuellen Phase niedriger Zinsen Politiker, staatlich geförderte oder selbst ernannte Verbraucherschützer wie auch einige Medien die deutsche klassische Lebensversicherung (LV) vor dem Untergang. Informierte Experten und Makler sehen dies begründet anders. Zur biometrischen Lösung mit lebenslanger Garantie gibt es keine Alternative.

Die klassische Lebensversicherung ist ohne Ausnahmen mit Garantien ausgestattet. Es gibt zweiwichtige garantierte Leistungen: die Verzinsung im Kapitalaufbau und die biometrische Garantie der Zahlung einer vereinbarten Versicherungssumme im Leistungsfall oder die garantierte Zahlung einer lebenslangen privaten Rente. Die Kapitalanlagepolitik in der klassischen Lebensversicherung ist traditionell konservativ, die Sicherheit, die Leistungsversprechen und die Garantien sind zu erfüllen. Darüber wachen speziell ausgebildete Mathematiker: die deutschen Aktuare. Der Berufsstand der deutschen Aktuare hat eine über hundert Jahre alte Tradition. Die deutschen Versicherungsmathematiker sind weltweit für ihre absolute Zuverlässigkeit bekannt. Dies ist auch ein Grund, warum die deutschen Rückversicherer zu den wichtigsten und größten globalen Unternehmen zählen und auch in der Personenversicherung global die höchste Anerkennung haben.

Die klassische Lebensversicherung ist langfristig unschlagbar und hat historische Währungskrisen überlebt. Bei einer für Lebensversicherer in Deutschland branchendurchschnittlichen Überschussdeklaration von 3,6 % und einer Gesamtverzinsung von über 4 % ist es aktuell nicht möglich, sicherere Kapitalanlagen zu finden, die mit einer solchen nachhaltigen Rendite aufwarten können. Natürlich war die Verzinsung von Lebensversicherungen in den vergangenen Jahren besser, dies gilt aber auch für alle anderen Kapitalanlagen mit vergleichbarer Sicherheit. Die Verzinsung von Staats-, Unternehmens- und sonstigen Anleihen passt sich stetig dem Kapitalmarkt an. Gerade weil diese (Zins-)Papiere infolge der Staatsschuldenkrise aktuell mit niedrigen Zinsen zu bekommen sind, haben sich die in der Kapitalanlage der klassischen Lebensversicherer befindlichen langlaufenden Papiere in der Rendite rekordverdächtig im Kurswert erhöht. Das ist den Kritikern nun auch wieder nicht recht – es wird gefordert, dass diese in Euro milliardenschweren „stillen“ Reserven an aus dem Versicherungskollektiv ausgeschiedener Kunden oder vorzeitig vor dem vereinbarten Ablauf kündigender Kunden verteilt werden sollen.

Ein deutsches Gesetz, das die Gemeinschaft der Versicherten vor solchen Ungerechtigkeiten schützen soll, liegt derzeit beim Gesetzgeber auf Eis. Der Grund: Die klassische LV sei gerade in der Krise besonders rentabel und die in der Versichertengemeinschaft Verbleibenden würden zulasten der vorzeitig ausscheidenden Kunden überdurchschnittlich begünstigt. Hier ist ein Widerspruch zur sonst üblichen Diskussion sichtbar. Ähnliches lässt sich bei den milliardenschweren Rücklagen der privaten Krankenversicherung für die Finanzierung der demographischen Entwicklung beobachten. Kaufmännische Vorsicht und Weitsichtwird vor allem von staatlich geförderten Institutionen kritisiert – verständlich, hat doch weder die gesetzliche Rentenversicherung noch die gesetzliche Krankenkasse ausreichende Rücklagen.

Etwas mehr Sachlichkeit und Sachverstand würde der Diskussion gut tun. Bei allen denkbaren Veränderungen im Hinblick auf Transparenz oder auf Flexibilität bietet die klassische Lebens- oder Rentenversicherung im aktuellen Niedrigzinsumfeld eine attraktive Rendite. Versicherungsmakler in Deutschland vertrauen nach Angaben von Andreas Brunner, Vorstand der Vema Maklergenossenschaft, dem Berufsstand deutscher Aktuare, die mit ihrem Vorschlag mit endfälligen Garantien den Charakter der privaten Altersvorsorge – nach deutscher Tradition – zusätzlich stärkenwollen. Wer darüber hinaus private Altersvorsorge als lebenslange Rentengarantie versteht, hat in der klassischen privaten Leibrente außerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Versorgungswerke ein alternativloses Produkt. „Neben der klassischen Lebensversicherung bieten sich in Einzelfällen auch Fondspolicen oder mit einem Versicherungsmantel ausgestattete Banksparpläne an. Wo das der Fall ist, kann gerade ein auf Vorsorge spezialisierter Makler über seine Unabhängigkeit vom Versicherer und seine Markterfahrung dies feststellen und eine passende Lösung für den Kunden einkaufen.“

Der Vema Maklergenossenschaft sind nach Angaben von Brunner über 1.000 Maklerunternehmen angeschlossen, die zumeist seit Generationen Betriebe und deren Arbeitnehmer darin beraten, was die geeigneten Lösungen und Deckungskonzepte sind, welche klassischen Lösungen sich in der Praxis bewährt haben und von Vorteil sind, aber auch wo neue und moderne Lösungen die richtige Alternative zu Altverträgen sind. Kurz und bündig. Deutsche Qualität sollte schon mal international verächtlich gemacht werden. Es war die Zeit, in der deutsche Produkte und Lösungen global nur mit dem Zusatz „Made in Germany“ in den Markt gebracht werden durften. Aus dem vermeintlichen „Schand-Mal“ wurde dann das globale Markenzeichen für deutsche Qualität aus Tradition. So ist es auch in der deutschen Assekuranz. Ein Versicherungsmakler in Deutschland rät seinen Kunden, die auf die Sicherheit einer Altersvorsorge vertrauen, zur klassischen Lebensversicherung und klassischen privaten Rente. Der Grund ist denkbar einfach: Die Erfahrung deutscher Makler entstammt, wie bei den Aktuaren, einer weit über hundertjährigen Tradition und wurde von Generation zu Generation weiter vermittelt – eben „Made in Germany“.

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Dietmar Braun_

Lebensversicherung (LV) - Printausgabe 02/2013