MPC Capital von Insolvenz bedroht?

07.02.2013

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Das Hamburger Emissionshaus MPC Capital AG sieht sich nach Informationen von „manager magazin online“ von der Insolvenz bedroht. Dies gehe aus einem Schreiben hervor, das die MPC-Treuhandgesellschaft TVP an die Anleger des MPC-Schiffsfonds „CPO Nordamerika-Schiffe 2“ verschickt hat.

(fw/kb) In dem Schreiben, das "manager magazin online" nach eigenen Angaben vorliegt, werde den Anlegern vorgeschlagen, auf Forderungen gegenüber MPC Capital in Höhe von mehr als elf Millionen US-Dollar zu verzichten. "Stimmen die Investoren nicht zu, so die eindeutige Botschaft, dann droht die Pleite von MPC Capital", schreibt der Online-Dienst. Der Anspruch des Fonds gegenüber dem Emissionshaus über diese Summe soll auf einer Platzierungsgarantie beruhen, die MPC einst abgegeben hat.

Auf Anfrage von "finanzwelt" erklärte MPC-Pressesprecher Michael Benninghoff, dass die Zusammenhänge in dem Beitrag des "manager magazins" nicht korrekt und unvollständig dargestellt seien. "Unabhängig von dem Verlauf der Verhandlungen der MPC Capital AG mit den Finanzierungspartnern mussten die Fondsgeschäftsführungen einzelner betroffener Fonds auf das Risiko reagieren, dass die Inanspruchnahme aus sämtlichen gegebenen Garantien und Bürgschaften die Leistungsfähigkeit der MPC Capital bzw. der zuzuordnenden Tochterunternehmen überschreiten würde. Vor diesem Hintergrund haben die Fondsgeschäftsführungen im Sinne der Anleger entsprechende Lösungskonzepte entwickelt und zur Abstimmung gegeben", so Benninghoff. Zu laufenden Beschlussverfahren der Fondsgesellschaften und zu laufenden Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern wollte er keine weiteren Auskünfte geben.