Munich Re und ERGO mit positivem Ergebnis

07.02.2013

© olly - Fotolia.com

Der Rückversicherer Munich Re und die ERGO Versicherungsgruppe als Erstversicherer melden in München vorläufige Ergebnisse aus drei Quartalen 2012, die Zahlen sprechen für ein Rekordergebnis in 2012, das Management erhöhte die Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr.

(fw/db) Munich Re erwartet für 2012 ein höheres Konzernergebnis als bisher angestrebt. Nach einem Gewinn von 2,7 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten 2012 geht Munich Re nun für das Gesamtjahr von einem Konzerngewinn von rund 3 Milliarden Euro aus - vorausgesetzt die Belastungen aus dem Wirbelsturm Sandy und weiteren möglichen Großschadenereignissen halten sich im derzeit erwarteten Rahmen.

"Das Ergebnis der ersten drei Quartale ist mehr als erfreulich. Trotz des Wirbelsturms Sandy sind wir sehr optimistisch, 2012 einen Gewinn von rund 3 Milliarden Euro erzielen zu können", erläutert Jörg Schneider, Finanzvorstand Munich Re.

Anfang des Jahres hatte Munich Re für 2012 zunächst einen Gewinn von etwa 2,5 Milliarden Euro anvisiert, bei der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse im August 2012 jedoch ein leichtes Übertreffen dieser Marke in Aussicht gestellt.

"Unser vorausschauendes Risikomanagement, unsere risikobewusste Anlagepolitik und unsere profitabilitätsorientierte Zeichnungspolitik zahlen sich gerade in diesem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld aus", kommentiert Schneider das Ergebnis.

Nachdem die Belastung aus Naturkatastrophenschäden in den ersten neun Monaten des Jahres ungewöhnlich niedrig war, ereignete sich im 4. Quartal mit dem großflächigen Wirbelsturm Sandy eine folgenschwere Naturkatastrophe. Neben dem großen menschlichen Leid führte diese Katastrophe zu versicherten Schäden von erheblichem Ausmaß, deren Umfang sich noch nicht beziffern lässt.

"Die hohe Zahl an Einzelschäden und die sehr weite Ausdehnung des Sturms machen eine Schadensschätzung sehr schwierig. Nach einer vorläufigen und noch von hoher Unsicherheit geprägten Schätzung gehen wir für Munich Re von einer Belastung in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags aus", prognostiziert Schneider.

ERGO mit über 300 Millionen Euro Gewinn

Bei der ERGO Versicherungsgruppe, in der Munich Re ihr Erstversicherungsgeschäft bündelt, stieg das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten um 8,2 % von 619 auf 670 Millionen Euro, davon 120 Millionen Euro im dritten Quartal. Das Konzernergebnis für die ersten neun Monate stieg von 223 auf 333 Millionen Euro, davon entfielen 38 Mio. € auf das 3. Quartal. ERGO erzielte mit 321 Millionen Euro einen Gewinn deutlich über dem Vorjahresniveau von 260 Millionen Euro, davon entfielen 66 Millionen Euro auf das 3. Quartal.

Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten gingen in den ersten drei Quartalen 2012 um 3,6 % 14,4 auf 13,9 Milliarden Euro zurück; davon 4,4 Milliarden Euro im 3. Quartal. Die gebuchten Bruttobeiträge sanken in den ersten drei Quartalen von 13,2 auf 12,9 Milliarden Euro.

Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) im Segment Schaden- und Unfallversicherung lag von Januar bis September mit 96,9 % unter dem Vorjahreswert von 98,2 %. Im deutschen Geschäft stieg die Quote von 94,4 auf 95,6 %; dies sei vor allem auf eine höhere Belastung aus Großschäden zurückzuführen.

Im internationalen Geschäft sank die Schaden-Kosten-Quote deutlich auf 99,1 (103,9) %. In Polen lag die Schaden-Kosten-Quote mit 93,8 (99,4) % wieder auf einem erfreulichen Niveau. In der Türkei zeigten die Konsolidierungsmaßnahmen Wirkung: Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich auf 122,8 (127,8) %.

"Mit dem Ergebnis zum 3. Quartal sind wir angesichts des sehr herausfordernden Marktumfelds zufrieden. Besonders erfreulich ist die deutliche Ergebnisverbesserung in unserem internationalen Geschäft", so Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender ERGO Versicherungsgruppe.

finanzwelt-Leserservice Download Munich Re Quartalsbericht 03/2012

Munich Re

ERGO Versicherungsgruppe

Fachbegriffe Risikomanagement und Schaden-Kosten-Quote