Produkttrends in der Lebensversicherung
04.03.2026

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Wie häufig berieten Vermittler im Jahr 2025 zu verschiedenen Arten von Versicherungsprodukten? Welchen Stellenwert haben eine fondsgebundene Rentenphase oder das Thema Value for Money. Sind Alternative Investments in der Branche angekommen? All das und noch mehr wollte das Institut für Vorsorge und Finanzplanung anhand seiner jährlich unter unabhängigen Vermittler von Versicherungsprodukten durchgeführten Umfrage herausfinden.
Die Ergebnisse zeigen klare Schwerpunkte in der Beratungspraxis: Wie bereits in den Vorjahren ist die Berufsunfähigkeitsversicherung das Produkt, zu dem am häufigsten beraten wird. 80 % der Befragten beraten hierzu mindestens einmal pro Monat (davon 44 % sogar öfter als dreimal pro Monat). Im Biometriebereich folgt mit Abstand die Grundfähigkeitsversicherung (31 % mindestens monatlich). Dread-Disease- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen spielen dagegen eine deutlich kleinere Rolle: Hier beraten jeweils nur rund 22 % bzw. 23 % mindestens monatlich.
In der Altersvorsorge dominieren weiterhin fondsgebundene Produkte ohne Garantien – 76 % beraten hierzu mindestens einmal pro Monat (45 % häufig, 31 % monatlich). Fondspolicen mit Garantien erreichen dagegen nur 44 % mindestens monatliche Beratung, und klassische Tarife sowie insbesondere Indexpolicen verlieren weiter an Bedeutung: etwa jeder zweite Befragte verzichtet bei der Beratung auf indexgebundene Rentenversicherungen.
Die Vermittler wurden außerdem dazu befragt, welchen Stellenwert eine fondsgebundene Rentenphase in der Beratung hat. „Für rund 60 % der Befragten ist eine Kapitalmarktorientierung in der Auszahlphase fester Bestandteil ihrer Beratung“, sagt Dr. Andreas Kick, Geschäftsführer des IVFP. Damit hat sich die fondsgebundene Rentenphase auf einem hohen Niveau etabliert. „Kunden möchten zunehmend auch im Ruhestand an den Renditechancen der Kapitalmärkte teilhaben und erwarten dafür passende, flexible Auszahlkonzepte“, so Kick weiter.
Auch die Value for Money-Thematik gewinnt in der Beratung immer mehr an Bedeutung. Im Vordergrund dabei dürfte das Thema Kosten und die Eignung des Produkts für den Kunden (Zielmarkt) stehen, vermutet Kick.
Ein weiteres Thema in der Befragung sind Alternative Investments im Versicherungsmantel. Sie sind nicht nur in der Produktlandschaft der Lebensversicherer sondern auch bei Berater angekommen. Knapp 40 % der Befragten gaben an, bereits zu Versicherungspolicen mit Alternativen Investments zu beraten. Besonders bekannt und in der Praxis etabliert sind dabei vor allem Lösungen der Allianz sowie Blue Invest der Bayerischen. Grundsätzlich können sich fast zwei Drittel aller Befragten vorstellen, zukünftig derartige Policen im Portfolio zu haben. (mho)

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