So können Sie von Zukunftstechnik profitieren

06.02.2020

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Mittels Zukunftstechnologien können Finanzdienstleister sowohl besser mit den Herausforderungen der Regulierung umgehen als auch für ein besseres Kundenerlebnis sorgen. Vor allem Plattformen dürften dabei an Bedeutung gewinnen. Das geht aus der Studie eines FinTechs hervor.

Künstliche Intelligenz wird zu den Technologien gezählt, die das 21. Jahrhundert prägen werden. Auch für die Finanzdienstleistungsbranche wird das Thema immer relevanter, wie eine aktuelle Branchenstudie des Schweizer FinTechs Avaloq zeigt. So gaben darin 55 % der Befragten Fachleute im Bankwesen und in der Vermögensverwaltung an, dass KI, Robotik und Automatisierung die Zukunft der globalen Finanzdienstleistungsbranche prägen werden. Als weitere maßgebliche Entwicklungen werden die wachsende Nutzung offener und kollaborativer Plattformen (34 %) sowie die zunehmende Bedeutung der Distributed-Ledger-Technologien und Kryptowährungen (26 %) genannt. Aus der Umfrage wird zudem deutlich, dass es drei wichtige Bereiche gibt, in denen durch digitale Infrastrukturen erhebliche Leistungssteigerungen erzielt werden können: So gaben 48 % der Befragten an, dass bei sich ändernder Regulierung die Compliance sichergestellt werden könne, 46 % versprechen sich durch die digitalen Infrastrukturen bessere Kundenerlebnisse, 42 % hoffen auf bessere Cybersicherheit. Für Banken und Vermögensverwalter gilt mit Blick auf die kommenden fünf Jahre ein besseres Kundenerlebnis als wichtigster Wettbewerbsvorteil: Dieser Meinung waren 41 % der Befragten und mehr als doppelt so viele wie diejenigen, die meinten, dass „operative Effizienz“ in den nächsten Jahren der wichtigste Wettbewerbsvorteil sein wird.

Auf die Frage, wie Finanzinstitute von wichtigen Branchentrends wie künstlicher Intelligenz, Automatisierung und dem Fokus auf ein starkes Kundenerlebnis profitieren können, gaben etwas mehr als zwei Fünftel der Teilnehmer (42 %) an, dass „eine Kernplattform in Kombination mit einzelnen Add-on-Applikationen“ die populärste und effektivste Software-Strategie sein wird. Nur halb so viele Teilnehmer antworteten auf diese Frage entweder mit „mehrere einzelne erstklassige Plattformen“ oder mit „eine integrierte Front-to-Back-Plattform“.

„Die digitale Transformation der Finanzdienstleistungsbranche hat bereits begonnen. Viele Finanzinstitute begrüßen die deutlichen Vorteile der digitalen und cloudbasierten Betriebsmodelle wie Business Process as a Service (BPaaS) und Software as a Service (SaaS). Aber es ist klar, dass noch größere Veränderungen bevorstehen, insbesondere in Bezug auf KI, Robotik und Automatisierung. Diese Technologien kombiniert mit der Design-Thinking-Methode werden das gesamte Kundenerlebnis verbessern. Avaloq ist der Meinung, dass dies die Art und Weise, wie Finanzdienstleistungen in allen Kundensegmenten erbracht werden, maßgeblich verändern und optimieren wird“, so Martin Greweldinger, Group Chief Product Officer bei Avaloq. „Wie unsere Studie bestätigt, werden Kreditinstitute in diesem Umfeld und um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten weiterhin auf skalierbare, hocheffiziente und anpassbare digitale Plattformen migrieren. Diese sorgen für Zukunftssicherheit von Businessmodellen in einem sich rasch wandelnden, von der Digitalisierung geprägten Markt. Solche Plattformen gestatten es Banken und Vermögensverwaltern, zu expandieren und sich mit einer Vielzahl von Drittanbietern und FinTechs nahtlos zusammenzuschließen.“ (ahu)