Viele „Best-Ager“ auf zwei Rädern

16.03.2026

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Motorradfahren gilt häufig als Freizeitbeschäftigung junger Fahrer. Ein Blick in aktuelle Versicherungsdaten zeigt jedoch ein anderes Bild: Die Mehrheit der versicherten Motorradfahrer gehört inzwischen zur Generation 50plus. Nach einer Auswertung des Motorradbestands von AXA sind 70 Prozent der versicherten Fahrer 50 Jahre oder älter. Fahrer unter 30 Jahren machen dagegen lediglich rund vier Prozent aus. Insgesamt ist die Szene weiterhin deutlich männlich geprägt: 84 Prozent der Versicherten sind Männer, 16 Prozent Frauen.

Auch bei den Fahrzeugen zeigt sich ein charakteristisches Profil: Das durchschnittliche Alter der versicherten Motorräder liegt bei 19 Jahren. Viele Maschinen werden damit offenbar nicht als Alltagsfahrzeug, sondern vor allem als Freizeit- und Hobbyfahrzeug genutzt.

Beim Versicherungsschutz zeigt sich ebenfalls eine breite Absicherung: 20 Prozent der Motorräder sind vollkaskoversichert, 46 Prozent verfügen über eine Teilkaskodeckung. Damit ist rund zwei Drittel der Maschinen über die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht hinaus geschützt.

„Unsere Daten zeigen deutlich, dass Motorradfahren heute für viele Menschen ein Hobby ist, das sie oft über Jahrzehnte begleitet“, sagt Arne Kleines, Tribe Lead Mobility bei AXA Deutschland „Für Versicherer bedeutet das, unser Angebot stärker für die Zielgruppe zu differenzieren, die viel Fahrerfahrung mitbringt und ihre Maschinen häufig bewusst als Freizeitfahrzeug nutzt.“

Die Zahlen unterstreichen damit einen Trend: Motorradfahren in Deutschland wird zunehmend von erfahrenen Fahrern geprägt – und weniger von jungen Einsteigern. Erst kürzlich bestätigte die Verkehrsunfallbilanz der Polizei NRW einen Zehnjahres-Tiefstwert an tödlichen Motorradunfällen. (mho)

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