Studie: Risikoversicherung kaum bekannt

07.02.2013

Die preiswerte Risikolebensversicherung ist in Deutschland kaum bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt auf, dass die Vorteile dieser Deckung für junge Familien und die Nachversicherungsgarantie. Viele Frauen sind nicht informiert, dass diese Versicherungsform für sie ab 21. Dezember 2012 erheblich teurer wird.

(fw/db) Rund jeder zweite Deutsche unter 40 Jahren weiß nicht, wofür eine Risikolebensversicherung gedacht ist. Damit gehen gerade junge Familien ein hohes Risiko ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, die das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH im Auftrag der Hannoverschen Lebensversicherung AG, einer Tochter der VHV Versicherungsgruppe, durchgeführt hat.

Mit 55 Prozent kann mehr als die Hälfte der 1.052 in der Studie Befragten ausschließen, dass sich eine Risikoversicherung zur Altersvorsorge eignet. Dass sie im Todesfall einen Geldbetrag bereitstellt, um Darlehens- oder Finanzierungsbelastungen für die Hinterbliebenen abzusichern, ist 43 Prozent aller Deutschen unbekannt. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen weiß jeder Zweite nicht Bescheid.

Ob bewusst oder unbewusst: Familien, die sich nicht mit dem Thema Todesfallschutz auseinandersetzen, gehen ein hohes Risiko ein. Stirbt einer der (Ehe-) Partner, stehen die Hinterbliebenen schnell vor großen finanziellen Problemen. Vor allem dann, wenn eine Hypothek abzuzahlen ist. Ein wegfallendes Einkommen kann nicht allein durch Witwen- und Halbwaisenrente ersetzt werden, die Versorgungslücke wäre existentiell.

Der Tod des Lebenspartners, der zwar kein Einkommen hat, sich aber um die Kinderbetreuung kümmert, kann teure Folgen haben, denn für die Unterbringung der Kinder in Tagesstätten oder auch für die Ausbildung wird viel Geld benötigt. Eine Risikodeckung hilft den Verlust eines Partners oder Elternteils nicht auch finanziell spüren zu müssen.

Da kein Kapital angespart und nur das Todesfallrisiko abgesichert wird, ist dieser wichtige Schutz sehr günstig. Trotzdem sind die Vorteile einer Risikolebensversicherung offensichtlich nicht bekannt.

Dabei schlägt das Schicksal öfter zu, als viele denken: Jeder sechste Todesfall in Deutschland ereignet sich noch vor dem 65. Lebensjahr.

Vorteile der Nachversicherungsgarantie bei 68 Prozent unbekannt

Je früher eine Risikolebensversicherung abgeschlossen wird, umso günstiger sind die Beiträge. Schon mit kleinen monatlichen Beiträgen kann die Familie gegen den schlimmsten aller Fälle abgesichert werden. Der Abschluss lohnt sich also immer dann, wenn eine feste Lebenspartnerschaft eingegangen wird oder die Familienplanung ansteht.

Unabdingbar ist ein Risikoschutz, wenn Kinder da sind und Darlehensverbindlichkeiten eingegangen wurden. Idealerweise besteht eine Risikolebensversicherung dann bereits, denn die Versicherungssumme kann, je nach Anbieter, bei bestehenden Verträgen problemlos an veränderte Lebenssituationen angepasst werden - zum Beispiel bei Erwerb von Wohneigentum oder Geburt eines Kindes. Diese Möglichkeit der nachträglichen Versicherungsanpassung ist zwei Drittel der Deutschen jedoch unbekannt.

Gerade bei Fragen der Risikoabsicherung bestehen ganz offensichtlich Aufklärungsdefizite, denen die Versicherer mit mehr Informationen und Transparenz entgegentreten müssen.

Frauen profitieren vor Einführung der Unisextarife besonders

Für Frauen, die den Abschluss einer Risikolebensversicherung planen, lohnt sich jetzt schnelles Handeln. Denn sie profitieren noch bis Ende des Jahres von einer günstigeren Einstufung. Wenn dann zum 21. Dezember 2012 die europaweit verbindlichen Unisex-Tarife eingeführt werden, gelten für Frauen und Männer die gleichen Tarife, die Beiträge für Frauen steigen dann deutlich.

Hannoverschen Lebensversicherung AG

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