UBS: „Expansive Geldpolitik lässt langfristig Zinsen und Inflation steigen“
07.02.2013
Die langfristigen Zinsen für Staatsanleihen der Industrieländer sind derzeit extrem niedrig. Nach Ansicht von UBS Global Asset Management stehen sie für ein Zukunftsszenario aus schwachen Wachstumserwartungen und dem Glauben, die fiskalische Konsolidierung der Industrienationen trotz schwachen Wachstums ohne größere Blessuren meistern zu können.
(fw/ah) Tatsächlich habe die "Politik des billigen Geldes" das Abgleiten in eine globale Deflation verhindert und geholfen, die Bilanzen des Banksystems zu sanieren. "Allerdings wurde der Finanzierungsbedarf der Staaten mit zu tiefen Zinsen gedeckt", erklärt Thomas Rose, UBS-Investment-Experte. Zu tiefe langfristige Zinsen könnten Fehlanreize für Investoren schaffen. "So könnten Staatsanleihen der Industrieländer durchaus die Anlagekategorie darstellen, bei der sich die nächste Spekulationsblase bildet", warnt Rose.
"Die aktuelle Tiefzinspolitik wird zwar nicht kurzfristig, wohl aber langfristig zu steigender Inflation und steigenden Zinsen führen; die negativen Folgen der Niedrigzinspolitik werden die Notenbanken bei der Feinsteuerung ihrer Geldpolitik künftig immer stärker berücksichtigen müssen", erwartet der Experte.
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