Altersvorsorgedepot: Junge Erwachsene bevorzugen Garantien

22.10.2026

Volker Bohn, Generalbevollmächtigter für unabhängige Vertriebspartner für die Marken Die Stuttgarter und SDK. Foto: © DIE SÜD

Die Reform der privaten Altersvorsorge eröffnet ab 2027 neue Renditechancen durch kapitalmarktorientierte Produkte ohne Garantien. Doch die Mehrheit der jungen Erwachsenen setzt weiterhin auf Sicherheit. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Stuttgarter Lebensversicherung würden 69 Prozent der 18- bis 30-Jährigen ein gefördertes Altersvorsorgeprodukt mit mindestens 80 Prozent Beitragsgarantie bevorzugen.

Für die repräsentative Studie wurden im September 2026 rund 1.014 junge Erwachsene in Deutschland befragt. Demnach würden sich 49 Prozent für ein Altersvorsorgeprodukt mit 80 Prozent Beitragsgarantie entscheiden. Weitere 20 Prozent bevorzugen eine vollständige Beitragsgarantie. Lediglich acht Prozent würden ein Produkt ohne Garantie wählen, während 18 Prozent noch unentschlossen sind.

Auch bei den wichtigsten Produkteigenschaften liegt Sicherheit vorne: 43 Prozent nennen Garantien als besonders wichtig, während hohe Renditechancen nur für 23 Prozent im Vordergrund stehen. Geringe Kosten sind für 40 Prozent entscheidend, eine attraktive staatliche Förderung für 36 Prozent. Zudem wünschen sich 68 Prozent eine lebenslange Rentenzahlung, teilweise kombiniert mit einer Kapitalauszahlung zum Rentenbeginn. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Geschlechtern. Während 53 Prozent der jungen Frauen Sicherheit und Garantien besonders wichtig finden, sind es bei den Männern lediglich 33 Prozent. Gleichzeitig haben Frauen seltener mit der privaten Altersvorsorge begonnen. Nur 26 Prozent haben bereits konkrete Vorsorgemaßnahmen getroffen, bei den Männern sind es 42 Prozent.

Insgesamt sorgen bislang lediglich 34 Prozent der befragten jungen Erwachsenen privat fürs Alter vor. 59 Prozent haben noch keine entsprechenden Maßnahmen ergriffen. Als wichtigste Hürden nennen sie fehlende finanzielle Mittel (38 Prozent), den noch weit entfernten Ruhestand (30 Prozent) und andere finanzielle Prioritäten (25 Prozent). „Jungen Menschen trauen wir oft eine höhere Risikobereitschaft zu als den vorherigen Generationen. Daraus sollten wir aber nicht ableiten, dass junge Menschen automatisch auf Garantien verzichten möchten“, erklärt Volker Bohn, Generalbevollmächtigter für unabhängige Vertriebspartner der Stuttgarter und SDK. (mho)

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