Apella beendet Zusammenarbeit mit Netfonds nach Private-Equity-Übernahme
22.10.2026

Guntram Schloß / Foto: © Mundzeck
Der Maklerverbund Apella zieht Konsequenzen aus der Übernahme der Netfonds-Gruppe durch Private-Equity-Investoren. Das Unternehmen beendet die Zusammenarbeit mit Netfonds in den gemeinsamen Spezialbereichen betriebliche Versorgungssysteme und private Krankenversicherung. Mit diesem Schritt will Apella seine Unabhängigkeit von externen Kapitalgebern unterstreichen.
Wie die Apella AG mit Sitz in Neubrandenburg mitteilt, betrifft die Entscheidung die Zusammenarbeit im Rahmen der bbvs GmbH (Beratungsgesellschaft für betriebliche Versorgungssysteme) sowie der KVS GmbH (Kompetenzzentrum für Krankenversicherung). Hintergrund ist der Einstieg von Finanzinvestoren bei der Netfonds-Gruppe, den Apella als unvereinbar mit der eigenen Unternehmensphilosophie betrachtet.
„Wir machen bei der Unabhängigkeit unserer Partner keine Zugeständnisse“, erklärt Guntram Schloß, Vorstand der Apella AG. Private-Equity-Übernahmen brächten aus seiner Sicht zusätzliche Renditeinteressen, Fremdkapitalbelastungen und mittelfristigen Verkaufsdruck mit sich. Als inhabergeführter Maklerverbund wolle Apella dagegen konsequent an seiner Unabhängigkeit festhalten.
Für die angeschlossenen Makler und Finanzberater sollen sich durch die Trennung keine Einschränkungen bei der Betreuung ergeben. Apella kündigt an, die eigenen Fachteams und digitalen Schnittstellen in den Bereichen betriebliche Versorgungssysteme und private Krankenversicherung weiter auszubauen. Die Entscheidung ist nach Unternehmensangaben Teil der strategischen Ausrichtung, die Apella zuletzt mit seinem „Manifest der Unabhängigkeit“ bekräftigt hatte. Damit positioniert sich der Maklerverbund ausdrücklich gegen den zunehmenden Einfluss von Finanzinvestoren auf den Makler- und Poolmarkt. (mho)

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