Deutschlands Windmarkt nimmt Fahrt auf

21.10.2026

Windpark Mehringer Höhe / Foto: © Dr. Peters

Erneuerbare Energien decken inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs. Besonders die Windenergie an Land entwickelt sich dynamisch: Ausbau und Genehmigungen ziehen an, gleichzeitig gewinnt die Modernisierung bestehender Windparks an Bedeutung. Für Investoren entsteht damit ein Markt, der Energiewende, Infrastruktur und Sachwertinvestment miteinander verbindet.

Noch vor wenigen Jahren war die Energiewende vor allem ein Zukunftsprojekt. Inzwischen zeigt ein Blick auf die deutsche Stromversorgung: Der Umbau ist längst Realität. Im 1. Halbjahr 2026 deckten Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft rund 58 % des deutschen Stromverbrauchs – ein neuer Höchststand. Bei der öffentlichen Nettostromerzeugung lag der Anteil der Erneuerbaren sogar bei 61,8 %. Insgesamt erzeugten sie 153 Terawattstunden Strom, rund 6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit verändert sich auch die Rolle Erneuerbarer Energien. Aus einer Ergänzung des konventionellen Kraftwerksparks ist innerhalb weniger Jahre eine tragende Säule der Energieversorgung geworden. Und innerhalb dieser neuen Energiewelt nimmt eine Technologie eine besonders wichtige Position ein: die Windkraft.

Windkraft liefert den größten Beitrag

Rund 45 % der erneuerbaren Stromproduktion entfielen im 1. Halbjahr 2026 auf Windenergieanlagen an Land und auf See. Zum Vergleich: Die Photovoltaik kam auf rund 34 %. Die Windstromproduktion legte gegenüber dem windschwachen 1. Halbjahr 2025 deutlich zu. Besonders interessant ist der Blick auf die Windenergie an Land. Mehr als 53 Terawattstunden Strom produzierten deutsche OnshoreWindenergieanlagen allein in den ersten sechs Monaten des Jahres. Das waren 8 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mit einem Anteil von rund 23 % an der gesamten deutschen Stromerzeugung ist Onshore-Wind damit der wichtigste einzelne Energieträger Deutschlands. Dahinter steht mittlerweile eine beachtliche Infrastruktur. Ende Juni 2026 waren bundesweit knapp 29.250 Windenergieanlagen mit rund 70 Gigawatt Gesamtleistung installiert. Gleichzeitig zeigt der Abstand zu den politischen Ausbauzielen, welches Wachstum noch erforderlich ist: Bis 2030 sollen mindestens 115 Gigawatt Windenergieleistung an Land installiert sein. Erneuerbare Energien sollen dann insgesamt 80 % des Bruttostromverbrauchs decken.

Genehmigungsrekord sorgt für gut gefüllte Pipeline

Ob diese Ziele erreicht werden, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell neue Projekte umgesetzt werden können. Gerade hier hat sich zuletzt einiges bewegt. Im 1. Halbjahr 2026 wurden 1.419 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 9.150 Megawatt neu genehmigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 14 % bei der genehmigten Leistung – und dem bislang genehmigungsstärksten ersten Halbjahr für die Windenergie an Land. Auch die Projektpipeline ist entsprechend gefüllt. Mitte des Jahres waren rund 7.800 bereits genehmigte, aber noch nicht in Betrieb befindliche Anlagen mit zusammen 48,1 Gigawatt Leistung im Marktstammdatenregister erfasst. Für etwa 4.610 dieser Anlagen mit 28,7 Gigawatt lag bereits ein gültiger Zuschlag aus den Ausschreibungen vor. Die Zahlen sprechen für eine hohe Dynamik. Sie machen aber auch deutlich, dass der weitere Ausbau nicht allein auf neuen Windflächen stattfinden wird. Ein Teil der zusätzlichen Leistung entsteht dort, wo Windenergie schon seit vielen Jahren produziert wird.

Die zweite Generation der Windparks

Viele Windenergieanlagen der ersten Ausbauphase kommen inzwischen in ein Alter, in dem eine Modernisierung wirtschaftlich interessant werden kann. Statt ältere Anlagen einfach weiterzubetreiben, werden sie durch weniger, dafür deutlich leistungsstärkere Anlagen ersetzt. Die Branche spricht von Repowering. Dass dies längst mehr als ein Nischenthema ist, zeigt die Halbjahresbilanz: 135 Windenergieanlagen mit insgesamt rund 770 Megawatt Leistung gingen im 1. Halbjahr 2026 im Rahmen von Repowering-Projekten in Betrieb. Damit entfiel fast ein Drittel der neu installierten Leistung auf die Modernisierung bestehender Windparks. Repowering-Projekte wurden dabei in zwölf Bundesländern umgesetzt. Der Ansatz ist auch aus wirtschaftlicher Sicht interessant. Statt einen Windstandort vollständig neu zu entwickeln, wird auf Flächen gesetzt, die bereits seit Jahren für die Energieerzeugung genutzt werden. Erfahrungen mit dem Standort und seinen Windverhältnissen können vorhanden sein, ebenso Teile der benötigten Infrastruktur. Moderne Anlagentechnik eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit solcher Standorte deutlich zu erhöhen. Das macht Repowering zu einem wichtigen Baustein für die nächste Phase der Energiewende: mehr Stromproduktion an bereits etablierten Windstandorten.

Repowering in der Praxis: Mehr Leistung am etablierten Standort

Wie Repowering konkret umgesetzt werden kann, zeigt der Windpark Mehringer Höhe in Rheinland-Pfalz. Mit dem Investmentangebot „Windpark Repowering I“ setzt die Dr. Peters Group gezielt auf die Modernisierung eines langjährig etablierten Windstandorts. Der als Spezial-AIF für hochvermögende Kunden konzipierte Fonds verbindet dabei die Beteiligung an erneuerbarer Energieinfrastruktur mit steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu zählen je nach individueller Situation eine Sonderabschreibung nach § 7g EStG von bis zu 40 % sowie mögliche Begünstigungen bei der Vermögensübertragung auf die nächste Generation. Im Windpark Mehringer Höhe werden ältere Anlagen durch fünf moderne Windenergieanlagen des Typs Enercon E-160 EP5 E3 ersetzt. Die vorhandene Netzanbindung, die langjährige Nutzung des Standorts und der bereits erteilte EEGZuschlag von 7,33 ct/kWh bilden wesentliche Grundlagen für die Planbarkeit des Projekts. Die fünf neuen Anlagen sollen jährlich rund 74.600 MWh Strom erzeugen. Das Beispiel zeigt damit, welches Potenzial im Repowering steckt: Bestehende Windstandorte können mit moderner Technik effizienter genutzt und ihre Erzeugungskapazitäten deutlich gesteigert werden. Noch in diesem Jahr plant die Dr. Peters Group ihren ersten Publikums-AIF aufzulegen, der unter anderem auch in Windenergieanlagen investiert. Damit sollen die Potenziale der Erneuerbaren Energien einem breiteren Anlegerkreis zugänglich gemacht werden.

Ein Advertorial der Dr. Peters GmbH & Co. KG