Anzeichen einer Erholung in deutscher LKW-Branche

07.02.2013

Die deutsche Nutzfahrzeugbranche vermeldet erste zaghafte Zeichen der Erholung. Im ersten Halbjahr hätten Daimler, MAN und Co. mit 129.080 Lastwagen und Bussen 7% mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum. Das sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Freitag bei einer Konferenz in Frankfurt.

(fw/ah) Die Verkäufe und Bestellungen in der deutschen Nutzfahrzeugbranche waren im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen. Der Verband geht in seiner Analyse davon aus, dass der Aufwärtstrend auch im zweiten Halbjahr anhalten wird. Trotz dieser Lichtblicke sei die Krise noch nicht überstanden, warnte Wissmann. "Es wird länger dauern, bis wir das Absatzniveau wieder erreicht haben, das wir vor der Krise hatten." Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass der Markt noch eine lange Wegstrecke hinter sich legen muss, um das Niveau von vor der Krise zu erreichen. Die Hersteller etwa in Westeuropa, Nordamerika und Japan würden im laufenden Jahr wegen der schwächeren Nachfrage 30% bis 40% weniger Lkw, Transporter und Busse produzieren als vor der Krise 2008.

Bei den vor allem für MAN und Daimler wichtigen schweren Lkw über 6 Tonnen könne der weltweite Absatz im kommenden Jahr aber schon wieder das Vorkrisenniveau erreichen, schätzt der VDA. Im ersten Halbjahr 2010 hatten die deutschen Hersteller 80% mehr Aufträge für schwere Lastwagen generiert als im krisengeschüttelten Vorjahreszeitraum. Nach dem Rekordjahr 2007 hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 deutliche Spuren in der Nutzfahrzeugbranche hinterlassen und der Branche ein katastrophales Jahr 2009 beschert.

www.vda.de