Midterms: Kurzfristig mehr Marktvolatilität?
03.11.2026

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In dieser Woche stehen zahlreiche richtungsweisende Konjunkturdaten und Quartalszahlen an. Dennoch steht die Politik im Mittelpunkt: „Für die Börsen werden der Ausgang der Midterms und die Frage, wie Donald Trump darauf reagiert, entscheidend“, sagt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck.
„Nachdem Trumps Republikaner mindestens die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren dürften, könnte er als erste ‚Lame Duck‘-Reaktion das Wahlergebnis infrage stellen beziehungsweise nicht akzeptieren, verstärkt auf Verordnungen zum Regieren setzen oder auch schnell handeln, beispielsweise mit neuen Angriffen auf den Iran.“ Greil weiter: „Trumps wahrscheinlicher Machtverlust für die zweite Hälfte seiner Amtszeit könnte erst einmal für mehr Marktvolatilität sorgen, während mehr Kontrolle gerade auf finanzpolitischer Seite mittelfristig für eine abnehmende Unsicherheit sorgen sollte.“
Datenseitig stehen in den USA die Einkaufsmanagerberichte des Institute for Supply Management (ISM) für Oktober auf der Agenda, am Wahltag kommen auch noch die Auftragseingänge für September. Das US-Datenhighlight ist am 6. November der Arbeitsmarktbericht für Oktober. Am selben Tag wird auch das vorläufige Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für November veröffentlicht.
Im Euroraum stehen neben den finalen Einkaufsmanagerberichten für Oktober zur Wochenmitte die Inflationsdaten für den laufenden Monat im Fokus. Am Donnerstag folgen hier Produzentenpreise sowie am Freitag Einzelhandelszahlen für September. Letztere kommen in Deutschland bereits am Montag, bevor hier zu Lande September-Industriedaten am Donnerstag mit den Auftragseingängen und am Freitag zur Produktion die Woche abschließen. In Großbritannien dürfte zudem die Bank of England am Donnerstag bei ihrer Sitzung wohl ihren Leitzins anheben.
Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck
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