Skandia Investment Group: 2011 wird ein Schlüsseljahr für die Vermögensverwaltungsbranche
07.02.2013

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2011 könnte nach Ansicht der Skandia Investment Group (SIG) für die globale Vermögensverwaltungsbranche ein Schlüsseljahr werden. Dies berichtet die SIG in einer Pressemitteilung.
(fw/ah) Im Zuge der durchgeführten Studie wurden 40 Fondsmanagementgruppen befragt, die gemeinsam ein Vermögen von über 2 Bio. US-Dollar verwalten. Die Studie legt offen, dass Vermögensverwalter einerseits unter stärkerem Druck stehen und von Aufsichtsbehörden, Anlegern und Wettbewerbern genauestens unter die Lupe genommen werden. Andererseits erwarten sie jedoch für das kommende Jahr immense Chancen für diejenigen Anbieter, die in der Lage sind, sich optimal zu positionieren.
Der Bericht kommt unter anderem zu den folgenden zentralen Schlussfolgerungen (Auszug):
Gebührenstrukturen dürften sich weiter verlagern
Die Befragungsergebnisse weisen eindeutig darauf hin, dass die Branche mehrheitlich (64 %) erwartet, im Laufe der nächsten 12 Monate eine verstärkte Anwendung erfolgsabhängiger Gebühren zu verzeichnen. Gleichzeitig bestehen Anzeichen dafür, dass es in bestimmten Marktsegmenten immer schwieriger werden könnte, jährliche Verwaltungsgebühren durchzusetzen. Dies wird als direkte Auswirkung des Erfolges passiver Produkte wie z. B. Exchange Traded Funds (ETFs) angesehen.
Verstärktes Interesse an risikoorientierten Ansätzen und Multimanager-Lösungen
Ein eindeutiger und mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhafter Wandel zeichnet sich im Bereich der risikoorientierten Fonds ab, da die Anleger zunehmend mehr Sicherheit anstatt einer hohen Rendite fordern. 62 % der Befragten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach risikoorientierten Fonds im nächsten Jahr zunehmen wird, und nicht einer der Teilnehmer an der Umfrage erwartet einen Nachfragerückgang. Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich im Bereich der Multimanager-Investmentlösungen, wo lediglich 12 % der Befragten davon ausgehen, dass das in den letzten Jahren verzeichnete Wachstum nachlassen wird. 62 % erwarten, dass das stärkste Wachstum für Multimanager-Lösungen vom Privatkundenmarkt ausgehen wird.
Sprunghafter Anstieg des Einsatzes von Plattformen
Die Umfrage ergab außerdem, dass Anlageverwalter den Einsatz von Plattformen über die nächsten 3 Jahre hinweg deutlich verstärken werden. Die Ergebnisse zeigen, dass zahlreiche Vermögensverwalter-Plattformen bereits jetzt als wichtigen Vertriebskanal ansehen (71 % der Befragten wickeln mindestens 25 % ihres Privatkundengeschäfts über eine Plattform ab, 43 % sogar mehr als 50 % ihrer Transaktionen). Die überwiegende Mehrheit (79 %) geht jedoch davon aus, dass sich dieser Trend in ihrem Geschäft in den nächsten Jahren noch deutlich ausbauen wird.
Konsolidierung unvermeidbar
Eine Konsolidierung stellt nach wie vor für viele Firmen ein zentrales Thema dar, und 76 % der Befragten gehen davon aus, dass sich der Konsolidierungstrend im kommenden Jahr verstärken wird. Hierbei erwartet mehr als die Hälfte (55 %), dass dieser Trend von großen Firmen angeführt wird, die darauf abzielen, durch die Übernahme von Wettbewerbern oder Investment-Boutiquen Kostensynergien zu erzielen. 53 % der Befragten glauben, dass die Anzahl von Boutiquen im Laufe des nächsten Jahres zurückgehen wird.
Nils Bolmstrand, Vorstandsvorsitzender der Skandia Investment Group äußerte sich zu den Ergebnissen wie folgt:
"Einer der erfreulichsten Aspekte der diesjährigen Umfrage ist die Tatsache, dass die Fondsmanagementbranche trotz der offensichtlichen Schwierigkeiten, denen sie ausgesetzt ist, ihre Zukunft äußerst positiv sieht. Die meisten von uns befragten Firmen sind bezüglich der Lage der Branche optimistisch und erwarten für das Jahr 2011 eine Steigerung des von ihnen verwalteten Vermögens, die vor allem durch eine Expansion in neue Märkte erzielt werden dürfte."

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